Hockey: MU12 – der Bericht….

In vielerlei Hinsicht war es eine WHV-Endrunde auf höchstem Niveau. Taktisch als auch technisch gab es Hockey vom Feinsten. Von allen Mannschaften und durch alle Mannschaftsteile durch: Was Torhüter, Verteidiger, Mittelfeld-Spieler und Stürmer auf den BTHV-Kunstrasen gebracht haben, war extrem gut.

Dazu kam eine bombastische Organisation und eine Mega-Stimmung unter den vielen Zuschauern. Und das Ganze bei strahlendem Sonnenschein. Beinahe perfekt – einzig die Ergebnisse passten aus BTHV-Sicht nicht so ganz.

Die MU12 von Matze Kreß hatten sich als Gruppenerster für das Halbfinale qualifiziert. Und in sechs Vorrundenspielen nur ein einziges Gegentor kassiert. Bei dieser beinahe makellosen Bilanz blieb es bis zum bitteren Ausscheiden. Denn nach der regulären Spielzeit ging das Halbfinale gegen HC Essen 99 torlos ins Penalty-Schießen. Hier hatte der Gast das glücklichere Ende für sich (Endstand: 4 zu 3).

Auch im zweiten Halbfinale gab es nach vier Vierteln keinen Sieger zwischen dem Düsseldorfer HC und Rot-Weiß Köln (1 zu 1). Das Penalty-Schießen entschieden die Kölner schließlich für sich.

Zwei enge Matches auf Augenhöhe. Und es hätte sich niemand beschweren können, wenn Düsseldorf und Bonn ins Finale eingezogen wären. So aber machten diese beiden Mannschaften am Sonntag das Spiel um Platz 3 unter sich aus. Matze und Bas hatten offenbar die richtigen Worte gefunden und den Jungs die knappe Niederlage vom Vortag aus den Köpfen gezaubert. Tolle Kombinationen, ein starke läuferische Leistung – nur die Chancenverwertung… Dass ein einziger Zuordnungs-Fehler gut sechs Minuten vor Schluss gnadenlos ausgenutzt wurde und zum entscheidenden 0 zu 1 führte, zeigt, auf welch hohem spielerischen Niveau diese Endrunde stand.

Der BTHV auf Platz 4, Düsseldorf auf Platz 3 – Bühne frei für ein spannendes Finale. Das Rot-Weiß Köln bei einer 3 zu 0-Führung schon sicher im Sack zu haben schien. Bis Essen aufdrehte und zum Ausgleich kam. Mit Vollgas zum 3 zu 3 – doch Köln blieb eiskalt und legte nach. 6 zu 3 hieß es am Ende für die Rot-Weißen – HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH zum verdienten WHV-Wimpel!

Was bleibt? Die Erkenntnis, dass die MU12 tolle Hockey-Spieler und ein tolles Team sind. Endrundenspieler!, eben. Und zwar mehr als verdient. Dass die Trainer und Co-Trainer sehr gut sind. Dass sie wissen, wie sie ihre Truppe „anpacken“ müssen – vom Verständnis für und vom Hockey ganz zu schweigen. Dass die Eltern der Jungs sehr engagiert und sehr interessiert sind. Dass es viel „on top“ gibt – egal ob zusätzliches Ecken-Training am Samstagmorgen oder sehr frühe und weite Auswärtsfahrten mit frischem Kaffee und Disco-Beschallung auf des Gegners Platz. Und die Erkenntnis, dass diese WHV-Endrunde deshalb keine Eintagsfliege gewesen sein dürfte.

C.Hensgen

 

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