Hockey: Entscheidung jetzt auch offiziell – 1. Herren steigen in die 2. Liga auf

Seit gestern Abend 19:51 Uhr ist es endlich offiziell. Das Präsidium des DHB hat einen Schlusstrich gezogen und dem BTHV mitgeteilt:

‘Sehr geehrte Mitglieder des Bundesschiedsgerichts, sehr geehrte Verfahrensbeteiligte,

ich darf mich nochmal für die konstruktive Durchführung des Schiedsgerichtsverfahrens und die zügige Entscheidung bedanken.

Das DHB-Präsidium hat gerade eben beschlossen, gegen die Entscheidungen den Aufstieg in die 2. Bundesliga betreffend keine Rechtsmittel einzulegen. Für Einzelheiten verweise ich auf die u.a. Mitteilung. Ich darf die Gelegenheit nutzen, dem DSD Düsseldorf und dem Bonner THV im Namen des Präsidiums des DHB zum Aufstieg zu gratulieren und viel Erfolg für die kommende Saison zu wünschen.

Sportliche Grüße

Christian Deckenbrock, DHB Präsidium

Wie schon das Urteil des Bundesschiedsgerichts ist auch dieses Schreiben und der
Beschluss des DHB Präsidium eine schallende Ohrfeige für die Landesfürsten (zumindest diejenigen, die damals für den Beschluss stimmten). Das Problem der Macht der Landesfürsten hat nicht nur der DFB. Eigentlich war ja alles klar: zwei Vereine des WHV haben eine komplette Runde gespielt. Man konnte fragen, wen man wollte: der Aufstieg der Damen des DSD Düsseldorf und Herren des BTHV wurde als selbstverständlich angesehen. Auch die mit Experten besetzte Task Force hatte dementsprechend entschieden. Es wurde ja auch niemand etwas genommen. Dann kamen die Landesfürsten ins Spiel und wie kleine Kinder: wenn unsere Vereine (Nord, Süd und Ost) nicht aufsteigen dürfen (weil sie eben nur eine einfache Runde gespielt haben), dann dürfen natürlich auch die Vereine des Westens nicht aufsteigen – ätschi bätschi. Sportler spielen da meistens ohnehin keine Rolle. Und zum Schluss noch die Pointe: jetzt kam aus dem einen oder anderen Landesverband die Forderung, ob aus deren Verbände nicht doch Aufsteiger gefunden werden können. Da kam aber schon aus Juristenkreisen der Einwand: hat man nicht die Zweiwochenfrist versäumt, gegen den damaligen eigenen Beschluss Einspruch einzulegen….???

Immerhin: in diesem Fall ein Happy-End. Davon können Sportler in anderen Sportverbänden nur träumen.  Nochmals Glückwunsch an die 1. Herren für den mehr als verdienten Aufstieg. Am Ende haben sich Recht und Gerechtigkeit durchgesetzt.

K.M.

 

 

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