Hockey: Interview mit der Mitarbeiterin des Monats Jasmin Holtz

Foto: wer kennt noch die legendäre Fernsehsendung Was bin ich mit Robert Lemke. Heiteres Berufe raten und zu Beginn musste die Damen oder Herren immer eine typische Handbewegung…. Dürfen wir vorstellen: die Miniwartin mit der typischen Handbewegung für diesen Beruf….

Und folgend natürlich ein Interview.. Jasmin Holtz, seit 2021 zuständig für den Miniclub im Hockey. Nebenbei noch 4 Kinder, 1 Mann und 2 Hunde. Und jetzt auch noch Kinderwartin, zuständig für den C und D Bereich. On top noch Zeit für Trainerstunden im Tennis und selbstständig…. Da stellen sich jede Menge Fragen…. – sicher auch zu Hause..

F: Jasmin, vielleicht stellst Dich mal kurz den Wenigen vor, die Dich noch nicht kennen??

Also zunächst habe ich meine 4 Kinder, meinen Mann und die Hunde nicht NEBENBEI, sondern sind sie meine absolute Prio 1 :-) Ich bin in der Hauptsache Mama und beruflich bin ich selbstständig und teile mir meine Arbeitszeit familiengerecht ein.

Irgendwie bin ich „in den BTHV reingeraten“, weil alle meine 4 Jungs (2,4,6 und 8 Jahre alt) Hockey und Tennis spielen. Das tun sie übrigens, weil ihr Papa „früher” auch ein Hockey-Spieler war im BTHV. Nun stehe ich sowieso fast täglich auf dem BTHV-Gelände, da kann ich mich ja auch mal einbringen – so dachte ich Ende des vergangenen Jahres. Seit Beginn diesen Jahres habe ich dann doch plötzlich viele Aufgaben in der Hockey-Abteilung (Mini sowie in den C/D-Bereichen) bekommen.

F: Wer Samstag mal von 10-12 Uhr im BTHV ist, der kann nur staunen, was da auf dem Kunstrasen auch noch coronagerecht los ist. Wie war das möglich??

Du musst mal vorbeikommen, denn dir scheint entgangen zu sein, dass wir mittlerweile sogar von 10 bis 13 Uhr auf dem Platz mit unseren Minis zu finden sind! Vor einigen Wochen haben wir unsere dritte Mini-Gruppe eröffnet.

Mit viel Organisation vorab aber vor allem durch die Disziplin seitens ALLER Beteiligten konnten wir trotz der hohen Inzidenzwerte in den vergangenen Monaten das Training angelehnt an die Coronaschutzverordnung weiter durchführen.

Außerdem haben wir rund um Paddy herum ganz großartige (Nachwuchs-)Trainer/innen, die so engagiert sind und unsere Minis (Jahrgänge 2015 und jünger) wunderbar bei ihren ersten und folgenden Hockey-Schritten begleiten. 

Zusätzlich haben wir tolle Eltern, die sich an all unsere Vorgaben gehalten haben, die wir coronabedingt eingerichtet haben. Aus Corona-Gründen haben wir den Mini-Bereich umstrukturiert und mit Stolz kann ich berichten, dass wir nun knapp 100 Kinder in unserem Miniclub jeden Samstag begrüßen dürfen.

F: Viele Vereine klagen über Nachwuchsmangel – beim BTHV wird am Rande von Aufnahmestopp geflüstert. Ist da was dran??

Tatsächlich haben wir nur noch ein paar wenige Plätze frei. Im Winter werden wir mit unseren 100 Mini-Hockey-Kindern in der Halle trainieren und mit Blick darauf müssen wir schon jetzt gut planen, damit auch im Winter wirklich alle Kinder zum Zuge kommen können.

F: Jetzt bist Du auch noch Kinderwartin geworden – verrätst Du den sicher interessierten Mitgliedern das Geheimnis Deines Zeitmanagements??

Es ist alles eine Frage der Organisation. Mein Lateinlehrer hat immer gesagt „In der Ruhe liegt die Kraft“ – das habe ich mir aus meiner Schulzeit mitgenommen… Außerdem macht diese Art der Arbeit so großen Spaß, denn man wird mit den glücklichen Kinderaugen vor, während und erst recht nach dem Training belohnt. 

F: Was den Job der Kinderwartin angeht, hat man Dir aber vielleicht keinen reinen Wein eingeschenkt, den Du ja gerne trinkst, wie man auf der Terrasse erfahren durfte. Puffer zwischen Trainer und Eltern ist nur ein kleiner Teil – die Kinderwartin soll auch dafür sorgen, dass immer genügend Kinder da sind – vorzugsweise dank des BTHV Konzepts 20 Kinder pro Jahrgang. Bedeutet bei 4 Jahrgängen, männlich und weiblich, 160 Kinder – das Jahr für Jahr. Das wird sicher bei Deinem Zeitmanagement kein Problem werden……

Tja, ich stelle selbst fest, dass mein Aufgabenbereich wohl deutlich größer ist, als man mir sagte, als ich von Euch „eingefangen“ wurde  :-)

Unsere Miniclub-Entwicklung betrachtend – sehe ich langfristig kein Problem, dass wir die vom Konzept vorgesehenen 20 Kinder pro Jahrgang auf unserem Platz sehen werden: Wir sind wunderbar organisiert. Die Kinder und Eltern geben uns tolles Feedback, so dass wir aus meiner Sicht für die Zukunft fantastisch aufgestellt sind. Die Frage müsste also anders lauten: Wie bekommen wir mehr Platz-/Hallenkapazitäten, damit wir einen Aufnahmestopp verhindern und noch mehr Kinder aufnehmen können?

F: Wenn man deine Antworten liest, könnte man glauben, dass alles perfekt und der BTHV bei 100 Prozent ist. Gibt es denn gar nichts, was nicht perfekt ist?? Das würde auch das Interview abrunden und noch interessanter machen. 

Iich denke, dass ich noch nicht lange genug Einblick „hinter die Kulissen“ habe, so dass mir Motzerei noch nicht so richtig zusteht. Das Einzige, was ich sagen kann ist, dass ich mir wünschen würde, dass gute Ideen (die allerdings bedeuten, dass man ein bisschen Geld in die Hand nehmen müsste) schneller umgesetzt werden sollten. Allerdings gibt das natürlich die Struktur eines eingetragenen Vereins niemals so richtig her – ist also kein BTHV-spezifisches Thema. Hier bedarf es eben immer der Zustimmung des (Finanz-) Vorstandes. Bedeutet: Für gute Ideen benötigt man hier wohl manchmal einen etwas längeren Atem. Den bringe ich und auch andere aus dem Team um unseren Jugendwart Guido Becker herum, das im Hintergrund arbeitet, mit – also: im nächsten Jahr wird es sicherlich für die Kinder noch ein zwei schöne neue Dinge geben…. Alle dürfen gespannt sein!

Jasmin, vielen Dank für das Interview – stark!!!! Hoffentlich politically nicht incorrect: der Minibereich ist vor allem Dank Dir ein rundum Glücklichpaket.

K.M.

 

 

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