Hockey: 1. Herren quasi abgestiegen; 1. Damen mit Chancen auf Klassenerhalt; 2. Damen und 2. Herren weiter im Aufstiegsrennen

Was für ein Wochenende – da muss man erstmal tief durchatmen. Die 1. Mannschaften holten in vier Spielen Null Punkte. Bitter. Betrachtet man es nüchtern: der Klassenerhalt der Herren war nach dem Sieg von Oberhausen gegen Kahlenberg ohnehin eher theoretischer Natur. Da hätte man schon 6 Punkte holen müssen. Und dass die Chance der Damen auf den Klassenerhalt nach null Punkten gar nicht schlecht sind, war so nicht unbedingt zu erwarten. Immerhin: die 2. Damen weiter Tabellenführer und die 2. Herren mutieren gerade vom Abstiegskandidaten zum möglichen Aufsteiger. Die Damen gewann bei BW Köln mit 4:1 – die Herren beim Tabellenführer BW Köln mit 7:6. 

Die Berichte der 1. Mannschaften siehe unten:

Rabenschwarzes Doppelwochenende: Die BTHV-Herren verlieren beide Heimspiele gegen Schwarz-Weiß Neuss und den Oberhausener THC mit 3:4

Nach der Niederlage gegen den OTHC am Sonntag, dem zweiten Tiefschlag des Wochenendes, war die Enttäuschung aller Beteiligten riesig. Nur durch eine überraschende Niederlage des DSD gegen Kahlenberg ist der BTHV rechnerisch noch nicht abgestiegen. Zum Klassenerhalt braucht es nun ein kleines Wunder. Die BTHV-Herren müssen die beiden letzten Saisonspiele gegen den DSD und Schwarz-Weiß-Köln gewinnen und am letzten Spieltag ausgerechnet auf Schützenhilfe der bereits gesicherten Oberhausener hoffen. In Oberhausen bestreitet nämlich der DSD sein letztes Saisonspiel.

Die beiden letzten Heimspiele können als Spiegelbild eines bitteren Saisonverlaufs betrachtet werden.

Gegen Spitzenreiter Schwarz-Weiß Neuss zeigten die BTHV-Herren besonders in der zweiten Hälfte, in der die Gäste kein Tor mehr erzielten, eine starke Leistung. Dabei konnte der 1:4 Rückstand zur Pause innerhalb von sieben Minuten auf 3:4 verkürzt werden. Trotz guter Möglichkeiten zum Ausgleich – darunter zwei vergebene Schlussecken – ging die Partie verloren.

Dennoch startete der BTHV mit Selbstbewusstsein in das Duell gegen den Oberhausener THC, den zu diesem Zeitpunkt härtesten Konkurrenten um den Klassenerhalt. Die Bonner gingen zweimal in Führung und beendeten die erste Halbzeit mit einem 2:1 Vorsprung. Im Gegensatz zum Vortag kam es diesmal zu keiner weiteren Leistungssteigerung im zweiten Durchgang. Gegen kompakt stehende Gäste fehlten den Gastgebern zunehmend die Ideen und die Durchschlagskraft. Dies besiegelte die zweite Niederlage innerhalb von zwei Tagen.

Bereits am kommenden Freitag wird sich beim Auswärtsspiel in Düsseldorf zeigen, ob die BTHV-Herren ein Fünkchen Resthoffnung in den letzten Spieltag retten können.

BTHV-SWN 3:4

Tore BTHV: Adrian Sonnenschein, Pepe Emde, Valentin Koch

BTHV-OTHC 3:4

Tore BTHV: Adrian Sonnenschein, Hendrik Paar, Tobit Schäfer

Sören

1.Damen – RW Köln            1:3

Die Damen von Rot-Weiss Köln konnten sich am Samstagnachmittag über einen 3:1-Auswärtssieg beim Bonner THV freuen. Der Tabellenvorletzte versuchte dabei, eine starke Defensive zu stellen. Damit hatten die Kölnerinnen lange Zeit auch ihre Probleme, am Ende setzte sich aber die individuelle Stärke der Gäste durch. Mit dem Sieg schließt Köln zum Spitzenduo Düsseldorf–Mülheim auf und kann in den abschließenden Duellen gegen beide aus eigener Kraft das Viertelfinale klarmachen. Die Bonner Damen bleiben dank der 5:0-Wertung der Partie gegen den DHC mit nunmehr vier Punkten auf Rang fünf im Westen.

Vor rund 200 Zuschauern erwischten die Gäste aus der Domstadt einen guten Start in die Partie und gingen nach einer Ecke durch Julia Busch früh in Führung (2.). In der Folge versuchte der Bonner THV, aus einer kompakten Defensive heraus das Offensivspiel der Kölnerinnen zu unterbinden. Dies gelang recht gut, doch an eigenen Ideen nach vorne mangelte es über weite Strecken der ersten Halbzeit. So ging es mit dem knappen 0:1-Rückstand aus Sicht des BTHV in die Halbzeitpause. Nach Wiederanpfiff erhöhte Rot-Weiss dann unmittelbar mit dem ersten Angriff auf 2:0. Das Spiel blieb aber weiter eng und erst in der 50. Spielminute traf Antonia Lonnes per Ecke zur 3:0-Vorentscheidung. Nun versuchten es auch die Damen aus Bonn mal in der Offensive und Simca Susan Schön erzielte im direkten Gegenzug das 1:3 (52.). Doch dabei blieb es nach 60 Minuten und der BTHV trifft somit am Sonntag im Abstiegsduell auf den Club Raffelberg. Auch für die Kölnerinnen steht dann gegen Uhlenhorst Mülheim ein Schlüsselduell an.

„Wir haben eigentlich ein gutes Spiel gemacht und aus einer guten Kompaktheit heraus gespielt“, zeigte sich Bonns Trainer Jan Henseler nicht unzufrieden. „Insgesamt haben wir zu wenig nach vorne gemacht, obwohl wir lange daran geglaubt haben, hier was mitzunehmen. Trotzdem schauen wir jetzt ganz klar auf das Spiel morgen.“ Kölns Coach Markus Lonnes war dagegen etwas direkter in seiner Analyse nach dem Spiel: „Das war ein verdienter Sieg, der nicht einfach war. Am Ende spielen wir es gut und souverän dafür bekommen wir drei Punkte und weiter geht’s.“

Bonner THV – Rot-Weiss Köln 1:3 (0:1)

Tore:

0:1 Julia Busch (2., KE)

0:2 Lea Stöckel (31.)

0:3 Antonia Lonnes (50., KE)

1:3 Simca Schön (52.)

Ecken: 2 (0 Tore) / 3 (2 Tore)

Zuschauer:200

Schiedsrichter: Bockelmann / C. Druijts

Jan Henseler

1.Damen – Club Raffelberg          2:5

Im Kampf gegen den Abstieg aus der Damen-Westgruppe hat der Club Raffelberg im Duell mit Konkurrent Bonner THV einen wichtigen Sieg verbucht. Am vorletzten Spieltag am Sonntag gelang der Mannschaft von Trainerin Susanne Wollschläger vor 150 Zuschauern ein 5:2-Erfolg (4:0) gegen die Gäste, die damit vom fünften auf den sechsten Platz hinter Raffelberg rutschten. Eigentlich wäre damit der Abstiegskampf entschieden gewesen, aber da unter der Woche das eigentlich 11.2 ausgegangene Spiel zwischen Düsseldorf und Bonn wegen des Einsatzes einer nicht spielberechtigten DHC-Akteurin 5:0 für Bonn gewertet worden war, bleiben die Bonnerinnen durch die drei Punkte am Grünen Tisch noch im Rennen.
Raffelberg muss nun am kommenden Samstag bei Uhlenhorst Mülheim antreten, dass sich im Kampf um den Viertelfinaleinzug keinen Ausrutscher erlauben darf, während Bonn den auf einem gesicherten vierten Platz liegenden Crefelder HTC empfängt.

Den Ärger über die Entscheidung des Zuständigen Ausschusses in dieser Sache konnte Raffelbergs Trainerin Susanne Wollschläger nicht verhehlen, die ihr Team aber für den Auftritt gegen die Gäste lobte: „Super, wie die Mannschaft mit dem Druck umgegangen ist. Sie hat ruhig gespielt.“
Nach vorsichtigem Beginn auf beiden Seiten erhöhte Raffelberg zunehmend den Druck und kam in der 18. Minute zum 1:0. Nach dem 2:0 für die Gastgeberinnen ging der BTHV mehr Risiko, handelte sich aber zwei Konter ein. „Nach dem zweiten Gegentor haben wir komplett den Kopf verloren und wollten das sofort umbiegen“, räumte Bonns Trainer Jens Henseler denn auch ein.
Angesichts des klaren Rückstandes versuchten die Bonnerinnen, den Druck im zweiten Durchgang zu erhöhen, konnten aber nichts aus ihren Möglichkeiten machen und kassierten in der 50. Minute erneut nach einem Konter das 0:5. Zwar erzielten der BTHV kurz darauf binnen 20 Sekunden das 1:5 und 2:5, doch in Gefahr bringen konnte man Raffelberg nicht mehr. „Der Sieg für den Club war völlig verdient“, betonte Henseler daher auch.

Club Raffelberg – Bonner THV 5:2 (4:0)

Tore:

1:0 Carla Mink (18.)

2:0 Suzan Steinhoff (24.)

3:0 Laura Helmrich (25.)

4:0 Judith Bock (30.)

5:0 Lilien Greta Reichert (50.)

5:1 Laura Welsing (52.)

5:2 Simca Schön (53.)

Ecken:

3 (0 Tore) / 2 (0 Tore)

Zuschauer: 150

Schiedsrichter: Jungbluth / S. Wagner

Club Raffelberg