Nachruf Dr. Heinz-Werner Kröber

Unser Ehrenmitglied Dr. Heinz-Werner Kröber ist am 14. Oktober verstorben. Er war 74 Jahre, unglaublich, Mitglied im BTHV. Und was vielleicht noch erstaunlicher ist: neben vielen anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten im BTHV war er von 1956-1996 Schatzmeister – Wahnsinn – 40 Jahre!!

Schon der Eintritt 1946 ist ja an sich erstaunlich. Er blieb dann im BTHV – die Damenmannschaften sollen sehr sympathisch gewesen sein – wird aus Familienkreisen berichtet. So lernte er dann logischerweise auch seine spätere Frau Gisela im BTHV kennen. Überhaupt ist die Familie Kröber dem BTHV sehr verbunden. Gisela und die beiden Töchter Tanja und Karina spielten bzw. spielen Hockey und Tennis. Und unterstützen den BTHV nicht nur sportlich und ehrenamtlich.

HW war sportlich sehr vielseitig. Er spielte Hockey und Tennis. Später war er dann Captain der Alten Herren – rechter Verteidiger der unüberwindliche Stammplatz. Sein Markenzeichen war der berühmte Hammer-Schläger. Mit dem spielte bis in die 50-iger Jahre jeder Hockeyspieler – bis diesen dann indische Importe ersetzten. Er spielte aber weiter bis zu seinem Karriereende 2005 mit dem gleichen Schläger. Die Gegner bestaunten regelmäßig das museumsreife Goldstück – vor allem die Keule: 30 cm lang – die heutige Standardgröße ist 10 cm. Er wechselte dann wie so viele Hockeyspieler zum Golf und war da, laut Ehefrau Gisela, talentierter als beim Hockey. So nahm er auch am HOTEGO teil, einem Turnier für Hockey, Tennis und Golf. Er hätte bei allen drei Sportarten mitmachen können, was eher selten ist. So waren es Hockey und Golf. Parallel spielte er aber auch immer Tennis – im berühmt-berüchtigten  Mumiendoppel Donnerstag 19 Uhr auf Platz 4 – noch heute als einziges Abo seit Bau der Halle 1996 existent!!!

Noch eine persönliche Anmerkung: Ich war von 1977-1996 mit HW im Vorstand und ich habe ihn als sehr angenehmen Menschen im Umgang kennengelernt. Es flogen damals, es waren ja stürmische Zeiten, häufiger die Fetzen im Vorstand. HW hat zum einen immer die Ruhe bewahrt und zum anderen mit seinem Humor so manche Wogen geglättet. Er erkannte aber auch, wenn es keinen Sinn machte und ließ die Heißsporne gewähren….. In Erinnerung bleibt auch: als einziger im Vorstand habe ich mich mit ihm nie angelegt. Das lässt darauf schließen, dass er immer auf Ausgleich bedacht war – jeder Vorstand braucht solche Personen. Daher war er dann von 1991-1996 auch zusätzlich 2. Vorsitzender und wurde 1996 zum Ehrenmitglied gewählt.

Was bei seinem Lebenslauf weiter auffällt, wie vielseitig er in unzähligen Bonner Organisationen ehrenamtlich aktiv war. Das ist sicher heute selten geworden.

HW war ein außergewöhnlicher Mensch. Alle, die ihn kannten, werden ihn ganz sicher nicht vergessen. Der BTHV hat ihm sehr viel zu verdanken.

K.M.  

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