Vorab ein Riesenlob an die Eltern: was da am Wochenende (Pfingsten – da soll man sich eigentlich erholen) geleistet wurde – Wahnsinn. Drei Tage wurden die Gäste empfangen, versorgt, untergebracht, Spiele in versch. Sportarten organisiert, ein Italiener-Abend reserviert und gebührend verabschiedet.
Manchmal kommt der frühe Vogel aus den Niederlanden: Als die Jungs der mU 14 des BTHV am Pfingstsamstag pünktlich um 11 Uhr auf der Anlage eintrafen, waren ihre Austauschfreunde aus Utrecht schon da. Mit vier Autos hatten die Gäste vom SV Kampong die 250 Kilometer bis nach Dottendorf hinter sich gebracht. Und was sich bis Pfingstmontag anschloss, war ein buntes Programm mit Hockey als Kernsportart, aber eben auch mit jeder Menge Spaß.
Neben einem Besuch des Ennertbads und einem gemeinsamen Hockeytraining kickten die Jungs in gemischten Teams in der Lessenicher Soccerhalle und ließen sich in der L’Osteria am UN-Campus Pizza und Co. schmecken.
Dabei konnte man einiges über den SV Kampong erfahren: 2024 waren sie zuletzt niederländischer Herrenmeister. Und mit fast 3000 Mitgliedern, die auf neun Hockeyfeldern spielen können, ist die Hockeyabteilung des Vereins die größte der Welt. Für den Austausch hatte man die zweite von insgesamt neun (!) Mannschaften aus dem Jahrgang geschickt.
Als dann aber am Samstag Hockey gespielt wurde, konnte der BTHV zumindest behaupten, die Zusatztribüne eigentlich nur für den Austausch aufgebaut zu haben. Final Four? Na gut! Praktischerweise kann das Stahlgestell für das folgende Wochenende gleich stehen bleiben, wenn die Männer und Frauen am 30./31. Mai jeweils den deutschen Hockeymeister ermitteln.
Ergebnistechnisch nahm der BTHV das „T“ im Vereinsnamen beim ersten Aufeinandertreffen etwas zu wörtlich. Mit dem Tennisergebnis von 6:3 ging das erste Match an die Frühaufsteher aus Utrecht. Die Bonner revanchierten sich am Montag mit einem 4:2. So hatte man sich sportlich zurückgemeldet und war doch ein guter Gastgeber.
Erfolg verbindet. Und so ließ es sich einer der niederländischen Jungs nicht nehmen, sich fürs Gruppenfoto in der Soccerhalle schon mal ambitioniert den World Cup zu sichern. Aber auch wenn wir sehr gerne großzügige Gastgeber waren – mitnehmen durfte er ihn nicht. Denn mit Blick auf die Fußball-WM im Sommer gilt: Den könnten wir eventuell selbst noch gebrauchen …
Christoph Krause

