Herzlichen Glückwunsch an Nico and auch an die Mitglieder: unter den 5 Nominierten bekam Nico 50% aller Stimmen. Aber auch der GA freut sich, denn eine gute Sportgala im Oktober ist gesichert. Gerne erinnern sich alle an eine Gala in der Sparkasse. Gegen 22:30 Uhr musste das Personal hinter der Theke erschöpft bekannt geben: die Getränkevorräte leider ausgetrunken. Die Hockeyspieler…. Die natürlich immer eine Lösung haben: gegenüber im Bönnsch schmeckte sogar das unbekannte Bier – der Gastronom wird den Abend wohl nie vergessen:
Der tolle Bericht im heutigen GA – wirklich lesenswert.
Der Held im entscheidenden Spiel für den Bonner THV
Bonn · Beim dramatischen Saisonfinale gegen Aachen wuchs Nicolas Henninger über sich hinaus. Mit fünf Assists und einem Tor führte er den Bonner THV zum Klassenerhalt in der 2. Hallenhockey-Bundesliga. Dafür wurde er zum GA-Sportler des Monats Februar gewählt.
Als Spiel seines Lebens will Nicolas Henninger die Partie nicht bezeichnen. Dazu habe er schon zu viele wichtige Matches in seiner Karriere bestritten – und in der Vergangenheit schon außergewöhnliche Tage erlebt. Etwa beim 12:7-Sieg in der gerade abgelaufenen Saison beim Düsseldorfer HC, als dem 28-Jährigen drei Tore gelangen und er vier Vorlagen gab. Aber wenn die besondere Leistung ausgerechnet am letzten Spieltag gelingt, an dem es um alles oder nichts geht, um Klassenerhalt oder Abstieg, dann könne man schon von „einem richtig guten Spiel“ reden, sagt er. Einem Spiel, das dem Hockey-Ass des Bonner THV jetzt den Titel GA-Sportler des Monats Februar eingebracht hat.
Fast 50 Prozent der abgegebenen Stimmen entfielen auf Henninger. „Die Verantwortlichen im Verein haben viel Werbung gemacht“, sagt er lachend über die traditionell hohe Beteiligung der BTHV-Mitglieder an der GA-Abstimmung, wenn einer oder eine der Ihrigen zur Wahl steht. Langstreckenläufer Gabriel Kusserow und Profibox-Weltmeisterin Sarah Liegmann landeten auf den Plätzen zwei und drei.
Zum dritten Mal in Folge den Klassenerhalt geschafft
Verdient hat sich Henninger den Titel mit seinem Auftritt am letzten Spieltag der 2. Hallenhockey-Bundesliga gegen den Aachener HC. Der Aufsteiger aus der Kaiserstadt hatte eine Woche zuvor überraschend gegen Schwarz-Weiß Köln gewonnen und war dadurch bis auf einen Punkt an den BTHV herangerückt. Die Dottendorfer durften beim Saisonfinale demnach nicht verlieren. „Ich habe schon viele solcher Spiele erlebt. Irgendwie machen wir es fast immer spannend am letzten Spieltag“, erzählt der Masterstudent in Sportmanagement und -kommunikation. Entsprechend konzentriert ging der BTHV vor rund 250 Zuschauern in der komplett vollen heimischen Halle – „das war eine mega Stimmung, superlaut“ – zu Werke.
Und das Team hatte einen Nicolas Henninger in seinen Reihen, der an diesem Tag über sich hinauswuchs. Fünf Tore bereitete der 28-Jährige, der schon als Vierjähriger beim BTHV mit dem Hockey anfing, vor. Das 6:2 erzielte er selbst. Am Ende hatten die Lila-Weißen 8:4 gewonnen und zum dritten Mal in Folge die Klasse in der 2. Liga gehalten. „Die Tore haben ja die anderen erzielt“, gibt sich das BTHV-Eigengewächs, das bereits seit elf Jahren in der ersten Herrenmannschaft spielt, bescheiden. Mit Philipp Sanchidrian Gonzales und Valentin Koch, die beide gegen Aachen dreimal trafen, seien zwei Spieler im Team, die mehr als seine 13 Tore in der abgelaufenen Saison erzielt hätten. Bei den Vorlagen aber liegt Henninger vorn. „Ich gebe ohnehin lieber den Assist, als selbst Tore zu machen“, erklärt der Stürmer, der über sich selbst sagt: „Technisch war ich schon immer ganz gut. Und ich habe ein Auge für die Mitspieler.“
Auf dem Feld droht der Abstieg
Nach dem Abschluss der Hallensaison und einer kurzen Hockey-Pause bereitet sich der BTHV nun schon wieder auf die Rückrunde in der 2. Feldbundesliga vor. Zur Halbzeit ist das Team Tabellenschlusslicht mit drei Punkten Rückstand auf Schwarz-Weiß Neuss. Doch gleich am ersten Spieltag am 19. April kommt es zum direkten Duell. „Wahrscheinlich rechnet keiner mehr mit uns. Hoffentlich können wir alle überraschen“, sagt der in Ippendorf aufgewachsene Stürmer.
Neben der Feld-Rückrunde steht Henninger, dessen Bruder und Schwester auch Hockey gespielt haben, noch vor einer weiteren großen Herausforderung im Frühjahr. Aktuell schreibt er an seiner Masterarbeit, Abgabe an der Deutschen Sporthochschule in Köln ist Mitte Mai. Inhaltlich geht es um Fans der amerikanischen Football-Liga NFL in Deutschland; er untersucht, wie diese Fans eines bestimmten Teams wurden.
„Die Jungs sind schon ganz heiß auf die Gala“
Beruflich will der „an vielen Sportarten außerhalb des Fußballs“ interessierte 28-Jährige, der unter anderem mit seinem Vater und seiner Schwester Dauerkartenbesitzer bei den Telekom Baskets Bonn ist, gern „nah am Sport bleiben“. Einen Job bei der NFL, die in Düsseldorf ein Büro hat, könne er sich „sehr gut vorstellen“, sagt der Green-Bay-Packers-Fan.
Zuvor freue er sich aber erst einmal, seinen Mitspielern über seine Wahl zum GA-Sportler des Monats zu berichten. „Die Jungs sind schon ganz heiß auf die Gala“, sagt er lachend. Schließlich waren Teammitglieder in der Vergangenheit schon mehrfach zur GA-Gala eingeladen, weil einer ihrer Mitspieler eine Monatswahl gewonnen hatte und somit für die Abstimmung zum GA-Sportler des Jahres nominiert worden war. „Darauf freuen wir uns alle, das ist immer ein Highlight.“
