Sportpark Wasserland: Kunstrasen und Basketballfeld werden modernisiert
Auch der angrenzende Sportpark Wasserland wird umfassend modernisiert. Das bisherige Naturrasen-Kleinspielfeld wird in ein Kunstrasen-Trainingsspielfeld umgewandelt, und das Basketballspielfeld wird erneuert. Die Verwaltung wurde beauftragt, die weiteren Planungsphasen zu veranlassen und die notwendigen Genehmigungen einzuholen.
Die neue Kunstrasenfläche mit den Maßen 49,4 x 84 Meter soll künftig zuverlässige Trainingsbedingungen für die Fußballabteilung des SC Fortuna Bonn 1904/05 und die Hockeyabteilung des Bonner Tennis- und Hockeyvereins (BTHV) bieten. Auch umliegende Schulen sollen die Fläche vormittags nutzen können.
Besonderes Augenmerk liegt auf der Stabilisierung des Untergrunds, da sich das Plangebiet auf einer ehemaligen Altablagerung befindet. Durch gezielte Verdichtungsmaßnahmen und den Einsatz eines Geogitters wird die Fläche bautechnisch gesichert. Diese Verfahren hat die Stadt bereits bei vergleichbaren Projekten in Bonn auf den Sportplätzen An der Josefshöhe in Auerberg und dem F.-A.-Schmidt Platz in Dottendorf erfolgreich angewendet.
Weitere Maßnahmen umfassen:
- Neuordnung der Entwässerung mit Rigolen
- Erneuerung der Einfriedung und Ballfangzäune mit Prallschutz
- Fällung und Ersatzpflanzung von fünf satzungsgeschützten Bäumen
- CO₂-neutraler Kunstrasenbelag aus biobasiertem Kunststoff, vollständig recycelbar
- Erneuerung der elastischen Tragschicht aus Recyclingmaterial
- Mobile Beleuchtung zur Nutzung außerhalb der Ruhezeiten gemäß Sportanlagenlärmschutzverordnung
- Barrierefreie Ausstattung des neuen Basketballfeldes mit wasserdurchlässigem Belag
Die Fertigstellung der Maßnahme ist bis Mitte 2026 geplant. Die Gesamtkosten betragen voraussichtlich rund 2,21 Millionen Euro, finanziert aus Haushaltsansätzen der Jahre 2025/26 sowie Haushaltsresten.
Sporthalle Wasserland: Sanierung startet mit Entwurfsplanung
Die Sporthalle Wasserland musste Ende August 2024 aufgrund eines Wasserschadens geschlossen werden. Regenwasser war durch ein defektes innenliegendes Fallrohr in die Holzkonstruktion des Schwingbodens eingedrungen. Zwar konnte durch provisorische Maßnahmen eine teilweise Nutzung wiederhergestellt werden, doch ein Drittel der Halle bleibt weiterhin komplett gesperrt.
Die eingeschränkte Nutzbarkeit belastet besonders die Vereine in Bad Godesberg, die durch den Ausfall der Halle Wasserland und die Schließung der Sporthalle Pennenfeld unter Druck stehen. Um die Halle Wasserland wieder vollständig nutzbar zu machen, plant die Stadt eine umfassende Sanierung, die unter anderem folgende Maßnahmen umfasst:
- Austausch des Hallendachs inklusive Lichtkuppeln
- Erneuerung der Abhangdecke und Beleuchtung
- Verlegung der Dachentwässerung von innen nach außen
- Komplette Erneuerung des Hallenbodens
- Verbreiterung der Zugangstüren gemäß Arbeitsschutz
- Abdichtung zwischen Erdgeschoss und Keller
- Behebung von Mängeln an der raumlufttechnischen Anlage
- Überprüfung der Wärmeerzeugung
Die Planungsleistungen für Hochbau und Technische Gebäudeausrüstung (TGA) werden bis zur Leistungsphase 3 (Entwurfsplanung) vergeben. Ein Beginn der Planung ist für Anfang 2026 vorgesehen, die Fertigstellung der Sanierung wird für das Jahr 2028 angestrebt. Die Maßnahme kostet geschätzt rund 3,47 Millionen Euro, inklusive Risikozuschlag und Baukostensteigerung. Die Nutzung von Förderprogrammen wird geprüft.
