{"id":75303,"date":"2024-10-29T08:28:22","date_gmt":"2024-10-29T07:28:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bthv.de\/blog\/?p=75303"},"modified":"2024-10-29T11:24:40","modified_gmt":"2024-10-29T10:24:40","slug":"oktober-interview-lauretta-amaka-ojiako","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bthv.de\/blog\/club\/oktober-interview-lauretta-amaka-ojiako","title":{"rendered":"Oktober Interview: Lauretta Amaka Ojiako"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-75304\" src=\"https:\/\/www.bthv.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/228496.jpg\" alt=\"\" width=\"120\" height=\"160\"><\/p>\n<p>Das 1. Interview der geplanten Serie findet mit Lauretta Amaka Ojiako statt \u2013 neue Spielerin der 1. Damen Hockey. Auch wenn etwas lang geworden, was an den vielen Fragen lag &#8211; sehr lesenswert<\/p>\n<p><b>F: Vielleicht stellst Du Dich erstmal kurz vor \u2013 die meisten Mitglieder kennen Dich ja nicht &#8211; logisch.<\/b><\/p>\n<p>A : Ja klar! Die meisten nennen mich einfach Laury, ich bin gerade 19 geworden, habe letztes Jahr mein Abitur gemacht und bin vor nun fast 2 Monaten f\u00fcr mein Studium von Hamburg nach Bonn gezogen.&nbsp;<\/p>\n<p>Seit meinem dritten Lebensjahr spiele ich schon Hockey, wollte aber eigentlich immer Fu\u00dfball spielen.&nbsp;Neben dem Hockey spielt meine Familie eine gro\u00dfe Rolle in meinem Leben, und da auch meine Gro\u00dfeltern im Norden leben, ist mir die Entscheidung nicht leichtgefallen, \u201eso weit weg\u201c von zuhause zu studieren.&nbsp;<\/p>\n<p>Falls man mich manchmal im BTHV doppelt sieht, muss man sich zudem nicht wundern. Ich habe n\u00e4mlich noch eine Zwillingsschwester, die immer mal wieder zu Besuch kommt.&nbsp;<\/p>\n<p><b>F: Bei der Suche nach interessanten Interviewpartnern kam ich zwangsl\u00e4ufig auf Dich. Ich hoffe, die Frage ist nicht zu politically inkorrekt und vermutlich bist Du schon h\u00e4ufiger angesprochen worden: Lauretta Amaka Ojiako. Da scheint sich ja ganz viel in einem in Hockeykreisen noch ungew\u00f6hnlichen Namen zu verbergen?? Kl\u00e4rst Du uns auf??<\/b><!--more--><\/p>\n<p>A: Den Namen h\u00f6rt man tats\u00e4chlich nicht allzu oft. Wie man vielleicht vermuten kann, habe ich noch ausl\u00e4ndische Wurzeln.&nbsp;<\/p>\n<p>Ich selbst bin zwar geb\u00fcrtige Hamburgerin, jedoch kommt mein Papa aus Nigeria. Daher hat er auch meinen zweiten Vornamen und unseren Nachnamen mitgebracht. Es sind beides Igbo-Namen, da meine nigerianische Familie zum Stamm der Igbo geh\u00f6rt. Ich selbst spreche leider kein Igbo, doch falls man eine genaue \u00dcbersetzung des Namens will, wird mein Vater stolz \u00fcber die lange Geschichte dahinter berichten. Da mein Vater noch 8 Geschwister hat und ich allem &nbsp;in Nigeria \u00fcber 50 Cousinen und Cousins, laufen zwar nicht in Deutschland, aber daf\u00fcr \u00fcberall anderes auf der Welt recht viel Ojiako\u00b4s herum.&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr meinen Vornamen war dann meine Mutti zust\u00e4ndig, und da sie ihren eigenen Namen immer langweilig fand, hat sie f\u00fcr ihre Kinder Italienisch ausgesucht. Meine Mutti ist jedoch keine Italienerin, sondern geb\u00fcrtige Kielerin mit lediglich einer Vorliebe f\u00fcr italienische Namen.&nbsp;<\/p>\n<p><b>F: Du kommst ja aus Hamburg. Ich bin ja selber bei Klipper aufgewachsen: so ein toller Verein. Neulich war eine Mutter mit den 1. Herren bei Klipper und berichtete, wie dort die Mitglieder sehr freundlich und entspannt waren. Dann die Anlage. <strong>Und \u00fcberhaupt: Hamburgerin: zieht man da von einer Weltstadt in die Provinz??<\/strong><\/b><\/p>\n<p>A: Genau, der Klipper ist auch mein Heimatverein und war f\u00fcr mich immer wie ein zweites Zuhause. Da der BTHV aber eine ebenso sch\u00f6ne famili\u00e4re Gemeinschaft hat, habe ich mich auch sofort hier willkommen gef\u00fchlt.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich wurde ich nun auch schon in der Uni \u00f6fter verdatteter angeschaut, als ich erw\u00e4hnte, dass ich aus Hamburg komme. Aber f\u00fcr uns Hamburger bzw. die meisten meiner Freunde ist es ganz normal zum Studieren in eine \u201eKleinstadt\u201c zu gehen.&nbsp;<\/p>\n<p>Ich wusste schon, dass ich im Westen studieren will und als ich mir verschiedene Unist\u00e4dte angeguckt habe, hatte ich in Bonn einfach das richtige Bauchgef\u00fchl und fand Bonn sogar sehr sch\u00f6n (nat\u00fcrlich alles relativ, wenn man aus der sch\u00f6nsten Stadt der Welt kommt ;) ).&nbsp;<\/p>\n<p><b>F: Hast Du dich denn schon an das Rheinland und den Rheinl\u00e4nder einigerma\u00dfen gew\u00f6hnt?? Der Unterschied zu den Hamburgern ist ja gewaltig: weltoffen, freundlich und fr\u00f6hlich; nicht im eigenen Saft schmoren und das leckere K\u00f6lsch. Einen Karnevalszug kann man sich in Wellingsb\u00fcttel auch nur schwer vorstellen und w\u00e4re wohl nur in der Hafenstr, m\u00f6glich.<\/b><\/p>\n<p>A: Die M\u00e4dels haben auf jeden Fall sichergestellt, dass ich den vollen Kulturschock bekomme.&nbsp;K\u00f6lsch geht jetzt schon nach den ersten Monaten runter wie Wasser und an Trinkspielen wie Bego gew\u00f6hne ich mich auch langsam.&nbsp;<\/p>\n<p>Den Rheinl\u00e4nder fange ich nun auch allm\u00e4hlich an zu verstehen und vertraue der ehrlichen Freundlichkeit nun vollkommen, w\u00e4hrend ich gleichzeitig einen Sicherheitsabstand von den ambitionierten und leicht reizbaren Fahrradfahrern am Rhein halte.&nbsp;<\/p>\n<p>Vor meinem ersten Karneval habe ich tats\u00e4chlich noch ein wenig Angst, bei uns in Wellingsb\u00fcttel gab es n\u00e4mlich immer nur Fasching, was mir nun \u00f6fters best\u00e4tigt wurde, \u00fcberhaupt nicht zu vergleichen sei.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p><b>F: Und warum der BTHV \u2013 bist Du denn gut aufgenommen worden oder m\u00fcssen wir von oben eingreifen??<\/b><\/p>\n<p>A: Sicherlich haben die schwer \u00fcbersehbaren Clubfarben, lila und wei\u00df, schnell meine Aufmerksamkeit erregt, aber am Ende haben mich das nette Trainerteam und die tolle Teamdynamik \u00fcberzeugt.&nbsp;<\/p>\n<p>Da ich mit Klipper auch schon gegen Bonn spielen durfte, wusste ich, dass es hier auch hockeytechnisch was zu lernen gibt. Am Ende fiel mir die Entscheidung also mehr als leicht. Dass es die richtige Entscheidung war, best\u00e4tigte sich schon schnell in den ersten Wochen.&nbsp;Die M\u00e4dels haben mich super aufgenommen und mir das Ankommen in Bonn auch neben dem Hockey erleichtert. Von oben darf also h\u00f6chstens ein Lob kommen!&nbsp;<\/p>\n<p><b>F: Gut, der Rheinl\u00e4nder ist auch geschw\u00e4tzig &#8211; im Gegensatz zum Hamburger wiederum. Es wird erz\u00e4hlt, Du studierst Jura. Ist Dir nichts Spannendes wie Literaturwissenschaften oder Psychologie eingefallen??<\/b><\/p>\n<p>A: Tats\u00e4chlich habe ich schon als Kind den Wunsch ge\u00e4u\u00dfert, Jura zu studieren. \u00dcber die Jahre wollte ich jedoch auch Lehramt, internationale Beziehungen oder Journalismus studieren, letztendlich hat mich Jura aber nie richtig losgelassen und mir war bewusst, ich muss es zumindest einmal ausprobieren, um sonst mit gutem Gewissen etwas anderes zu machen.<\/p>\n<p>Langweilig finde ich es bis jetzt zum Gl\u00fcck gar nicht, aber das Studium ist ja noch lang. Jetzt, nach den ersten Wochen, wird mir auf jeden Fall bewusst, was alles die n\u00e4chsten Jahre auf mich zukommt, aber ich freue mich! (noch).&nbsp;<\/p>\n<p><b>F: Das klingt auch schwer nach Karriere. wie geht es nach Bonn weiter\u2026??<\/b><\/p>\n<p>A:&nbsp;&nbsp;Puhh, gute Frage. Erstmal m\u00f6chte ich, die ersten Semester meistern und mich die n\u00e4chsten Monate richtig in Bonn einleben. Viel weiter nach vorne plane ich noch gar nicht.&nbsp;<\/p>\n<p>Ich freue mich jetzt erstmal auf die n\u00e4chsten Jahre als Studentin und die kommenden Saisons mit den M\u00e4dels.<\/p>\n<p>&nbsp;Bestimmt werde ich mir die Chance nicht nehmen lassen, irgendwann nochmal ein Auslandssemester zu machen und wahrscheinlich wird es mich schlussendlich wieder in den Norden, nach Hamburg ziehen. Aber das ist alles ja noch lange hin und Pl\u00e4ne \u00e4ndern sich ja bekannterma\u00dfen.&nbsp;<\/p>\n<p><b>F: Was k\u00f6nnte man \u00fcber Dich noch wissen, was auf den 1. Oder 2. Blick nicht zu erkennen ist&nbsp;<\/b><\/p>\n<p>A:&nbsp;&nbsp;Auf den ersten Blick w\u00fcrde man mich wahrscheinlich als einen sehr energetischen Menschen wahrnehmen\u2013 was ich zu 30 % der Zeit auch bin.Aber eigentlich schl\u00e4gt in mir ein altes Herz und ich verbringe meine Zeit neben dem Hockey gerne mit \u201eOma \u2013 Aktivit\u00e4ten\u201c.&nbsp;<\/p>\n<p>Ob backen, kochen, lesen, stricken, Tee trinken oder Golf spielen, all dies mache ich tierisch gerne. Auch zu einer Partie Schach mit meinem Opa sage ich nie nein.<\/p>\n<p>&nbsp;Ganz ausgereift sind meine Hobbys dann doch nicht, leider musste ich feststellen, dass Stricken und Wollsachen waschen zwei verschiedene Qualifikationen sind.&nbsp;Falls also jemand noch eine (etwas versteifte) gestrickte Jacke in S\u00e4uglingsgr\u00f6\u00dfe braucht, darf man sich gerne jederzeit bei mir melden. :)<\/p>\n<p>Danke f\u00fcr das tolle Interview. Wenn Du sp\u00e4ter die Fragen einer RichterIn auch so gut beantwortest, ist eine Karriere als Juristin gesichert.<\/p>\n<p>KaMi<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das 1. Interview der geplanten Serie findet mit Lauretta Amaka Ojiako statt \u2013 neue Spielerin der 1. Damen Hockey. 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