{"id":70828,"date":"2024-03-13T17:42:07","date_gmt":"2024-03-13T16:42:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bthv.de\/blog\/?p=70828"},"modified":"2024-03-13T17:42:07","modified_gmt":"2024-03-13T16:42:07","slug":"70-jahre-mitglied-interview-mit-ebi-ruprecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bthv.de\/blog\/club\/70-jahre-mitglied-interview-mit-ebi-ruprecht","title":{"rendered":"70 Jahre Mitglied &#8211; Interview mit Ebi Ruprecht"},"content":{"rendered":"<p>Das ist schon was Besonderes. Eine so lange Mitgliedschaft ist ganz selten &#8211; daher als kleines Dankesch\u00f6n ein Interview&#8230;.<\/p>\n<p>Frage: 70 Jahre Mitglied \u2013 sagenhaft. Du bist ja laut Mitgliederliste am 1.1.1953 eingetreten \u2013 da befand sich der BTHV noch im Aufbau. Wie bist du zum Hockey gekommen?<\/p>\n<p>ER:&nbsp; Mein exaktes Eintrittsdatum wusste ich gar nicht, ich erinnere mich aber an das Turnier am Str\u00e4\u00dfchensweg zum 50. Jubil\u00e4um des Vereins im Sommer 1953, das ich als Zuschauer erlebt habe; Jugendmannschaften waren nicht beteiligt.<\/p>\n<p>Wie bin ich zum Hockey gekommen?<!--more--><\/p>\n<p>Peter Wassermeyer hatte an seiner Schule, das P\u00e4da in Godesberg, f\u00fcr den Hockeysport geworben, indem er mit einem B\u00fcndel Hockeyschl\u00e4ger bei uns auftauchte und uns animierte, die Schl\u00e4ger einmal auszuprobieren. Mir hat das Spa\u00df gemacht, so dass ich mich von Handball und Schwimmen abgemeldet habe, um nur noch Hockey zu spielen. Und nie bereut!&nbsp; Ich war nicht der Einzige, den Peter erfolgreich geworben hat, wir konnten sp\u00e4ter sogar eine Klassenmannschaft aufstellen und ein Spiel gegen die entsprechende Klasse des Friedrich-Ebert-Gymnasiums in Bonn organisieren, daf\u00fcr uns 2 Hockeytore vom BTHV ausgeliehen, um sie auf dem P\u00e4da-Platz (Sand und Steine) aufzustellen. Alles selbst organisiert. Das Ergebnis des Spiels habe ich vergessen.<\/p>\n<p>Frage: Du warst Torwart. Das l\u00e4sst zwei Schl\u00fcsse zu: man fand sonst niemanden oder Du hattest eine Macke?<\/p>\n<p>ER:&nbsp; Die Macke denkt sich ja die Umgebung aus, daher kann ich dazu nichts sagen.<\/p>\n<p>Die Torwartposition habe ich selbst ausgew\u00e4hlt. In der Knabenmannschaft, das war die j\u00fcngste Jugendmannschaft, habe ich im Sturm gespielt. Zu der damaligen Zeit gab es auf dem Platz am Str\u00e4\u00dfchensweg am Mittwochnachmittag Training f\u00fcr alle. Zum Abschluss wurde ein Spiel durchgef\u00fchrt, an dem jeder mitmachen konnte. Dabei habe ich mir manchmal die Schienen angezogen und das gefiel mir immer besser. F\u00fcr den Trainer und die \u00e4lteren Spieler habe ich das wohl gar nicht so schlecht gemacht und so erhielt ich meine neue Mannschaftsposition, die mir bis zum Ausscheiden aus den 1. Herren und Beitritt zu den Senioren immer Spa\u00df gemacht hat. Besonders gerne und erfolgreich habe ich in der Halle gespielt, da ist der Torwart viel h\u00e4ufiger (immer) ins Spiel eingebunden. Auf dem Feld habe ich es einmal erlebt, dass kein einziger Ball auf mein Tor kam, dabei es ging um die Eingliederung in die h\u00f6chste Klasse, als im WHV die Punktspiele eingef\u00fchrt wurden; wir hatten eben eine sehr gute Hintermannschaft.<\/p>\n<p>Frage: Immerhin scheinst Du Gl\u00fcck mit der Mannschaft gehabt zu haben: die 1. Herren der 60er Jahre zeichnete sich durch gro\u00dfen Zusammenhalt aus &#8211; der Kontakt besteht bis heute. Klasse oder?<\/p>\n<p>ER:&nbsp; Ja, er besteht bis heute. Viele Jahre haben wir uns regelm\u00e4\u00dfig getroffen. Da wir alle die Achtzig \u00fcberschritten haben, ist der direkte Kontakt weniger geworden. Au\u00dferdem sind auch schon einige gestorben. Unser letzter ganz gro\u00dfer Auftritt war unsere Reise 1980, von W\u00f6lli Scheur hervorragend organisiert, nach S\u00fcdamerika. In Argentinien, Chile, Peru und Venezuela haben wir Hockey gespielt und au\u00dferdem viele sehenswerte St\u00e4tten S\u00fcdamerikas besucht: Rio de Janeiro, Iguazu Wasserf\u00e4lle, Las Paz, Titicaca See, Machu Pitchu, Lima und Caracas. Diese Reise mit vielen aus der Alten Mannschaft war ein gro\u00dfartiges Erlebnis.<\/p>\n<p>Frage: Ihr ward ja auch die einzigen&nbsp; BTHV Herren und Damen, die sich f\u00fcr eine Deutsche Meisterschaft in der Halle qualifiziert haben (ich meine 66 in Wuppertal)<\/p>\n<p>ER:&nbsp; Wir haben an der 3. Finalrunde um die Deutsche Meisterschaft Halle teilgenommen, die 1964 in Wolfsburg stattgefunden hat. Es war unsere erste Saison, in der wir an Meisterschaftsspielen teilgenommen haben, ein gro\u00dfer Erfolg f\u00fcr uns. Wir wurden WHV Vizemeister hinter Rot-Wei\u00df K\u00f6ln. F\u00fcr das Turnier hatten sich 8 Mannschaften aus den damaligen 4 Verb\u00e4nden des DHB &#8211;&nbsp; Nord 2 Mannschaften, West 2, S\u00fcd 3und Berlin 1 &#8211; qualifiziert. &nbsp;Wir haben leider nicht unsere besten Spiele abgeliefert, so dass wir das Podest nicht erreicht haben. Trotzdem haben wir sehr viel Spa\u00df gehabt und waren auch ein wenig stolz auf unsere Leistung f\u00fcr den BTHV.<\/p>\n<p>Dieses Turnier war sportlich ein H\u00f6hepunkt f\u00fcr uns, ein zweiter war der Besuch des&nbsp; Hockey-Olympiasiegers Pakistan beim BTHV. Die Pakistani sind zweimal gegen uns angetreten beides mal nach ihren Erfolgen 1960 in Rom und 1964 in Tokio. Es waren herrliche Spiele vor allem auch f\u00fcr mich als Torwart; ich wei\u00df nicht mehr, wie oft ich den Ball aus dem Tor holen musste, aber wir haben kein Spiel zweistellig verloren. Die Spieler waren alle sehr nett, wir hatten sehr viel Spa\u00df.<\/p>\n<p>Frage: Du bist leider viel zu fr\u00fch aus Bonn weggezogen. Das Rheinland verl\u00e4sst man eigentlich nicht \u2013 wie kam es?<\/p>\n<p>ER:&nbsp; Mir ist es nicht leichtgefallen, das Rheinland und den BTHV zu verlassen. Aber der Beruf geht irgendwann mal vor, den Ruf auf die Professur an die Universit\u00e4t Kiel konnte und wollte ich nicht ablehnen, Schleswig-Holstein ist auch sehr sch\u00f6n. Hockey habe ich aber seitdem nicht mehr gespielt.<\/p>\n<p>Der BTHV war lange mein zweites Zuhause, mit vielen aus unserer Mannschaft habe ich seit der Knaben-Mannschaft zusammengespielt und viel erlebt. Ich habe dem BTHV viel zu verdanken. Ein Wenig konnte ich zur\u00fcckgeben, 1972 bin ich f\u00fcr 2 Jahre in die USA gegangen, davor war ich Jugendwart und nach meiner R\u00fcckkehr Hockeyobmann.<\/p>\n<p>Frage: Wenn Du im Norden vom BTHV erz\u00e4hlt hast, dann mit welchen Worten?<\/p>\n<p>ER:&nbsp; Dass ich mich im BTHV sehr wohl gef\u00fchlt habe, weil der Zusammenhalt in der Hockeyabteilung sehr gro\u00df war und wir vor allem als Jugendliche gro\u00dfe Unterst\u00fctzung erfahren haben. Als Erwachsener hat mir die Offenheit f\u00fcr Mannschaften aus dem Ausland gefallen. Bei unserer S\u00fcd Amerika-Reise konnte ich in Buenos Aires beim Neuen Deutschen Turnverein schon einige Freunde begr\u00fc\u00dfen, da wir schon zwei ihrer Jugendmannschaften in Bonn zu Besuch hatten.<\/p>\n<p>Bei dem heutigen BTHV gef\u00e4llt mir auch, dass er sich f\u00fcr gesellschaftliche Probleme engagiert.<\/p>\n<p>KaMi<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das ist schon was Besonderes. 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