{"id":5837,"date":"2012-09-06T08:57:16","date_gmt":"2012-09-06T06:57:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bthv.de\/blog\/?p=5837"},"modified":"2012-09-07T09:00:22","modified_gmt":"2012-09-07T07:00:22","slug":"general-anzeiger-bonn-6-9-2012-ga-interview-kay-milner-wir-werden-keine-ruhe-geben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bthv.de\/blog\/club\/general-anzeiger-bonn-6-9-2012-ga-interview-kay-milner-wir-werden-keine-ruhe-geben","title":{"rendered":"General-Anzeiger Bonn 6.9.2012: GA-Interview: Kay Milner: &#8220;Wir werden keine Ruhe geben&#8221;"},"content":{"rendered":"<div id=\"autor\">\n<p>Von Michael Nickels<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h5><strong>Bonn. <\/strong> Bonns Oberb\u00fcrgermeister J\u00fcrgen Nimptsch hat in seiner Rede vor dem Rat zur Einbringung des Entwurfs des Haushaltsplans 2013\/14 Fehler bei der st\u00e4dtischen Sportf\u00f6rderung einger\u00e4umt und ein Umdenken angek\u00fcndigt. Dabei \u00fcbernahm er zum Teil Positionen der Vereinsinitiative &#8220;Pro Sportstadt Bonn&#8221; (PSB). Mit PSB-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Kay Milner sprach Michael Nickels.<\/h5>\n<\/div>\n<div>\n<div>\n<div id=\"imagebox\">\n<div><!-- check image aspect ratio --><\/p>\n<div><img decoding=\"async\" title=\"Die PSB-Ziele sind noch lange nicht erreicht, sagt Kay Milner.\" src=\"http:\/\/www.general-anzeiger-bonn.de\/img\/incoming\/crop850477\/8720113671-cw400\/imgshow-1-.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" \/><\/div>\n<div>\n<div>\n<p>Die PSB-Ziele sind noch lange nicht erreicht, sagt Kay Milner. Foto: Horst M\u00fcller<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><em>Die Stadt will endg\u00fcltig auf die Einf\u00fchrung einer Sportst\u00e4ttennutzungsgeb\u00fchr verzichten und ab 2013 die erfolgte K\u00fcrzung des Sportzuschusses um 300 000 Euro r\u00fcckg\u00e4ngig machen. Sind die Forderungen der PSB damit erf\u00fcllt?<\/em><\/p>\n<p><strong>Kay Milner:<\/strong> Zun\u00e4chst: Die Ank\u00fcndigungen des Oberb\u00fcrgermeisters sind sehr positiv von uns aufgenommen worden. Wenn er davon spricht, dass die Stadt in der Vergangenheit bei den K\u00fcrzungen im Sport \u00fcber das Ziel hinausgeschossen sei, wenn er ganz offen Fehler einr\u00e4umt und er unb\u00fcrokratische Hilfe f\u00fcr Vereine verspricht, die durch diese Beschl\u00fcsse in Not gekommen sind, dann stellen wir fest, dass unsere Argumenten angekommen sind. Aber die Ank\u00fcndigungen des OB sind nat\u00fcrlich erst Absichtserkl\u00e4rungen. Wir m\u00fcssen abwarten, was letztlich der Rat beschlie\u00dft.<\/p>\n<p><em>Was ist denn f\u00fcr die PSB die wichtigste Ank\u00fcndigung?<\/em><\/p>\n<p><strong>Milner:<\/strong> Der Verzicht auf Sportst\u00e4ttennutzungsgeb\u00fchren und die R\u00fcckg\u00e4ngigmachung der K\u00fcrzungen der F\u00f6rdergelder h\u00f6ren sich erst einmal gut an. Aber, und auch das muss man sehen: Der st\u00e4dtische Sportzuschuss wird dann 2013 nicht h\u00f6her ausfallen, als er bereits 2010 war. Und auch vor 2010 war schon massiv im Sport gespart worden. Sehr wichtig sind f\u00fcr uns daher die Ank\u00fcndigungen, die die Jahre ab 2014 betreffen.<\/p>\n<p><em>Da schl\u00e4gt der OB die Erh\u00f6hung der Sportf\u00f6rderung um weitere 500.000 Euro vor. Und, sofern der erhoffte Konsolidierungskurs der st\u00e4dtischen Finanzen Erfolg zeigt, ab 2015 eine nochmalige Erh\u00f6hung um 500.000 Euro.<\/em><\/p>\n<p><strong>Milner:<\/strong> Das muss man realistisch einsch\u00e4tzen. Wer wei\u00df schon, wie die Haushaltssituation 2015 sind wird? Niemanden darf es wundern, wenn man das eher kritisch sieht. Insofern sind die Ziele der PSB noch lange nicht erreicht. An der st\u00e4dtischen Ausgabenverteilung vom Sport zur Kultur von zurzeit 1:6 muss weiter gearbeitet werden. Wir wollen langfristig auf ein Verh\u00e4ltnis von 2:5 kommen &#8211; eine unsere Meinung nach eher bescheidene Forderung. Uns ist klar, dass das ein langer Weg wird, aber wir sind hartn\u00e4ckig.<\/p>\n<p><em>Immerhin verspricht der OB zu pr\u00fcfen, ob dem Sport eine Planungssicherheit gegeben werden kann, die in der Kultur beispielsweise durch die Intendantenvertr\u00e4ge gang und g\u00e4be sind.<\/em><\/p>\n<p><strong>Milner:<\/strong> Das ist eine der PSB-Forderungen. Grund ist offenbar die kurzfristige r\u00fcckwirkende R\u00fccknahme der st\u00e4dtischen Sportf\u00f6rderung im letzten Jahr. Alle Vereine hatten nat\u00fcrlich damit gerechnet, dass die st\u00e4dtischen Zusch\u00fcsse wie im Jahr 2010 gezahlt w\u00fcrden, ehe dann im letzten Dezember mitgeteilt wurde, dass die Gelder erheblich gek\u00fcrzt w\u00fcrden. Das war das Jahr schon fast um, und ganz viele Vereine standen pl\u00f6tzlich mit einem Loch in ihrem Finanzetat da. Jetzt hat die Stadt zugegeben, dass das ein Fehler war, und Hilfen angek\u00fcndigt. Wir m\u00fcssen abwarten, wie diese Hilfe umgesetzt wird. Grunds\u00e4tzlich ist sicher positiv zu bewerten, dass die Stadt Fehler zugibt &#8211; das ist ja keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit.<\/p>\n<p><em>Der OB hat angek\u00fcndigt, den Ausbau von Kunstrasenpl\u00e4tzen weiter zu f\u00f6rdern und in die Sanierung von Sportst\u00e4tten zu investieren.<\/em><\/p>\n<p><strong>Milner:<\/strong> Das ist auch dringend notwendig. Man muss sich nur den bombastischen Sanierungsstau vor Augen halten, der in den Bonner Sporthallen besteht. Das f\u00e4llt allerdings fast mehr in den Schul- als in den Sportetat. Aber wie dem auch sei: Die PSB wird noch lange nicht Ruhe geben, aber die Vereine haben ja auch lange geschlafen.<\/p>\n<p><em>Sie hatten eine Demonstration Bonner Sportler angek\u00fcndigt. Ist das jetzt hinf\u00e4llig?<\/em><\/p>\n<p><strong>Milner: <\/strong>Nein, ganz und gar nicht. Die Demo wird stattfinden. Wir werden uns am Samstag, dem 3. November, versammeln. Der Fu\u00dfballkreis Bonn wird f\u00fcr diesen Tag seinen Spieltag absetzen, damit wir eindrucksvoll f\u00fcr die Interessen des Bonner Sports auf die Stra\u00dfe gehen k\u00f6nnen. Wir brauchen ein grunds\u00e4tzliches Umdenken in der Politik, die anerkennen muss, wie wichtig der Sport mit seinen Vereinen und seinem ehrenamtlichen Engagement f\u00fcr eine Stadt ist.<\/p>\n<p><em>Die PSB ist mit ihrer Forderung, auf Kosten der Kultur die Sportf\u00f6rderung zu erh\u00f6hen, zum roten Tuch f\u00fcr alle Bonner Kulturschaffenden geworden. Wie steht Sie eigentlich zum Neubau eines Beethoven-Festspielhauses?<\/em><\/p>\n<p><strong>Milner:<\/strong> Noch einmal: Wir sind nicht gegen Kultur und deren F\u00f6rderung. Wir sagen nur, dass in Bonn die Zusch\u00fcsse an die Hochkultur wie Theater, Oper, Beethovenorchester oder Kunstmuseum ein Ausma\u00df angenommen haben, unter dem alle anderen Bereiche wie Sport, Schule, B\u00fcchereien, freie Kultur oder soziale Angebote leiden. Auf diese Ungleichbehandlung, die f\u00fcr eine Stadt wie Bonn sch\u00e4dlich ist, haben wir hingewiesen. Konkret zum Festspielhaus: Wir sind daf\u00fcr, weil Beethoven f\u00fcr Bonn gut ist. Allerdings nur dann, wenn ein anderes Haus zumacht &#8211; denn nur dann rechnet es sich f\u00fcr die Stadt. Das geben ja auch intern viele Kulturschaffende zu. Ansonsten haben wir ein weiteres Leuchtturmprojekt, dessen Folgekosten alleine die Stadt zu tragen hat. Und ein WCCB reicht.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Michael Nickels Bonn. 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