{"id":58144,"date":"2023-02-27T08:16:00","date_gmt":"2023-02-27T07:16:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bthv.de\/blog\/?p=58144"},"modified":"2023-02-27T08:16:48","modified_gmt":"2023-02-27T07:16:48","slug":"tennis-ga-samstag-ukrainerin-findet-beim-bonner-thv-eine-neue-sportliche-bleibe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bthv.de\/blog\/tennis\/tennis-ga-samstag-ukrainerin-findet-beim-bonner-thv-eine-neue-sportliche-bleibe","title":{"rendered":"Tennis: GA Samstag &#8211; Ukrainerin findet beim Bonner THV eine neue sportliche Bleibe"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-58145\" src=\"https:\/\/www.bthv.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/w950_h526_x600_y337_ga_Tennis_hilft_Ukrainerin_durch_die_Krise-517962310-438dbc4b6c6ff403-300x166.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"166\" srcset=\"https:\/\/www.bthv.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/w950_h526_x600_y337_ga_Tennis_hilft_Ukrainerin_durch_die_Krise-517962310-438dbc4b6c6ff403-300x166.jpg 300w, https:\/\/www.bthv.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/w950_h526_x600_y337_ga_Tennis_hilft_Ukrainerin_durch_die_Krise-517962310-438dbc4b6c6ff403-768x425.jpg 768w, https:\/\/www.bthv.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/w950_h526_x600_y337_ga_Tennis_hilft_Ukrainerin_durch_die_Krise-517962310-438dbc4b6c6ff403-500x277.jpg 500w, https:\/\/www.bthv.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/w950_h526_x600_y337_ga_Tennis_hilft_Ukrainerin_durch_die_Krise-517962310-438dbc4b6c6ff403.jpg 950w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Mal nicht an den Krieg denken: Ihr Tennis-Talent hat Yana Yaroshenko auch in Deutschland bereits bewiesen. <em>Foto: Benjamin Westhoff<\/em><\/p>\n<p><em>&nbsp;Ein bewegender Artikel am Samstag im GA<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>https:\/\/ga.de\/sport\/regional\/ukraine-krieg-tennis-talent-beim-bonner-thv_aid-85583769<\/p>\n<p>Von Wolfgang Ley<\/p>\n<p>Es ist der Morgen des 8. M\u00e4rz 2022, ein Dienstag, als sich das Leben von Yana Yaroshenko komplett \u00e4ndert. In der Ukraine herrscht seit knapp zwei Wochen der Ausnahmezustand, seit Russland den Angriffskrieg gegen das Land begonnen hat. Auch in der Hauptstadt Kiew, ihrer Geburtsstadt. \u201eAn diesem Morgen habe ich von meiner Mutter erfahren, dass wir fliehen m\u00fcssen\u201c, erz\u00e4hlt die 14-J\u00e4hrige. Und sie erf\u00e4hrt auch, dass der Weg nach Deutschland f\u00fchrt, genauer gesagt nach Troisdorf, zu Freunden ihres Vaters.<\/p>\n<p>Mit ihrer Mutter, ihrem Bruder und Freunden macht sie sich in zwei Autos auf den beschwerlichen Weg. \u201eWir haben nur ein paar warme Sachen mitgenommen, es war ja schlie\u00dflich Winter. F\u00fcr mehr war in den Fahrzeugen kein Platz\u201c, berichtet Yana. Auch nicht f\u00fcr ihr Tennis-Racket. Ihr geliebtes Racket. Denn dieser Sport ist ihre gro\u00dfe Leidenschaft. In Kiew hat sie die Tennis-Akademie besucht, praktisch jeden Tag trainiert, die \u00dcbungsstunden sind in den Schulalltag quasi integriert.<\/p>\n<p>Den Vater muss die Familie zur\u00fccklassen \u2013 im Krieg, an der Front. Immerhin gibt es noch <!--more-->Kontakt \u2013 telefonisch oder \u00fcbers Internet, wenn das denn in der Ukraine gerade mal m\u00f6glich ist. Denn immer wieder zerst\u00f6ren die Russen mit ihren Bomben die Strom- und Elektrizit\u00e4tsversorgung, immer wieder bricht die Verbindung zusammen. Aber: \u201eMein Vater lebt\u201c, sagt Yana und atmet sichtbar auf.<\/p>\n<p>Der Weg nach Deutschland f\u00fchrt sie \u00fcber ein slowakisches Fl\u00fcchtlingscamp. Drei Monate lebt sie mit ihrer Familie in Troisdorf, dann \u201ehaben wir in Bonn eine Wohnung gefunden\u201c, sagt die 14-J\u00e4hrige, die sehr dankbar f\u00fcr die gro\u00dfe Hilfsbereitschaft der Menschen hierzulande ist. \u201eNat\u00fcrlich habe ich in der ersten Zeit mentale Probleme gehabt\u201c, erkl\u00e4rt sie. Doch sie habe viele Leute gefunden, die versucht h\u00e4tten, ihr das Leben so angenehm wie m\u00f6glich zu machen \u2013 und zwar so nah wie m\u00f6glich an der ukrainischen Lebensart.<\/p>\n<p>Inzwischen besucht sie die Ursulinenschule in Bonn, bem\u00fcht sich darum, Deutsch zu lernen \u2013 ein bisschen kann sie schon. Ansonsten versucht sie sich, auf Englisch verst\u00e4ndlich zu machen. Und auch ihrem geliebten Sport kann sie wieder nachgehen. Der Bonner Tennis- und Hockeyverein (BTHV) ist nach dem russischen Einmarsch sofort aktiv geworden, hat zum einen einen Hilfstransport in die Ukraine organisiert und zum anderen den Fl\u00fcchtlingen unter die Arme gegriffen \u2013 in Zusammenarbeit mit ukrainischen Vereinsmitgliedern. Seien es Jobs oder Wohnungen \u2013 um alles hat sich der Club gek\u00fcmmert. \u201eEin Vereinsmitglied, das schon vor 20 Jahren aus der Ukraine kam, hat es tats\u00e4chlich geschafft, rund 20 Wohnungen zu vermitteln \u2013 ohne Miete\u201c, sagt der langj\u00e4hrige BTHV-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Kay Milner. Auf Nachfrage habe die Frau geantwortet, sie sei Influencerin und habe \u00fcberall Kontakte.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich hat der Verein den Fl\u00fcchtlingen auch Training angeboten. Seit Mai des vergangenen Jahres k\u00f6nnen die jungen Ukrainerinnen und Ukrainer den sportlichen Aktivit\u00e4ten nachgehen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Yana reichen diese \u00dcbungsstunden freilich nicht aus. Sie ist ein Riesentalent, spielt dank der Unterst\u00fctzung einiger BTHV-Mitglieder, die sie zu den Spielorten bringen, bereits regelm\u00e4\u00dfig Turniere in Deutschland und fertigt ihre Gegnerinnen in sch\u00f6ner Regelm\u00e4\u00dfigkeit ab. Bei den Vereinsturnieren hat sie s\u00e4mtliche Matches gewonnen, bei den Mittelrhein-Verbandsturnieren einmal ganz oben auf dem Treppchen gestanden. Nur vor einer guten Woche in Overath hat sie sich im Finale geschlagen geben m\u00fcssen: Rang zwei. \u201eAm liebsten w\u00fcrde ich auch hier jeden Tag trainieren\u201c, gesteht die 14-J\u00e4hrige, die in der Tat jede freie Minute auf dem Court verbringt. Tennis als Krisenbew\u00e4ltigung, Tennis als Ablenkung, Tennis als M\u00f6glichkeit, mal eine Weile nicht an diesen furchtbaren Krieg zu denken.<\/p>\n<p>Von dem Brasilianer Daniel Coronado bekommt sie regelm\u00e4\u00dfig Trainerstunden, \u201eaber ich habe berufsbedingt eben auch nicht immer Zeit\u201c, meint der 31-J\u00e4hrige und muss lachen: \u201eWenn ich Yana sagen w\u00fcrde, wir trainieren in der Fr\u00fch um 6 Uhr, w\u00fcrde sie auch kommen.\u201c<\/p>\n<p>Kaum hat er den Satz ausgesprochen, als Yana ihn f\u00fcr den n\u00e4chsten Sonntag verpflichtet: \u201eMorgens um 7\u201c, st\u00f6hnt Coronado. \u201eIch habe versucht, sie umzustimmen, und 9 Uhr vorgeschlagen, aber ich hatte keinen Erfolg.\u201c Kein Wunder: \u201eIch m\u00f6chte einmal Profi werden\u201c, tut die junge Ukrainerin kund, die inzwischen auch noch als Tennis-Trainerin f\u00fcr ihre j\u00fcngeren Landsleute beim BTHV im Einsatz ist. Und Vorbilder gibt es nat\u00fcrlich auch: bei den M\u00e4nnern Rafael Nadal, bei den Frauen Serena Williams, Ashley Barty, auch wenn sie ihre Karriere fr\u00fch beendet hat, und die ukrainische Top-Spielerin Elina Switolina. Eine Tennis-Gr\u00f6\u00dfe vergangener Tage hat sie sogar schon pers\u00f6nlich getroffen: ihre Landsfrau Laryssa Sawtschenko (heute Neiland), ehemalige 13. der Weltrangliste.<\/p>\n<p>Yanas gr\u00f6\u00dfter Wunsch aber ist ein anderer: \u201eDass endlich dieser Krieg aufh\u00f6rt.\u201c Zwar sei sie froh, in Deutschland zu sein, und es sei toll, \u201edass ich hier so viele M\u00f6glichkeiten habe, dass mir so viele Leute mit guten Ratschl\u00e4gen und Tipps helfen\u201c. Aber: \u201eNach dem Krieg w\u00e4re es sehr sch\u00f6n, wieder nach Hause zu kommen. Doch letztlich ist das eine Entscheidung meiner Eltern.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mal nicht an den Krieg denken: Ihr Tennis-Talent hat Yana Yaroshenko auch in Deutschland bereits bewiesen. Foto: Benjamin Westhoff &nbsp;Ein bewegender Artikel am Samstag im GA &nbsp; https:\/\/ga.de\/sport\/regional\/ukraine-krieg-tennis-talent-beim-bonner-thv_aid-85583769 Von Wolfgang Ley Es ist der Morgen des 8. 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