{"id":51741,"date":"2022-04-25T10:11:38","date_gmt":"2022-04-25T08:11:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bthv.de\/blog\/?p=51741"},"modified":"2022-04-25T10:11:38","modified_gmt":"2022-04-25T08:11:38","slug":"serie-ehrenamtliche-im-bthv-nr-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bthv.de\/blog\/hockey\/serie-ehrenamtliche-im-bthv-nr-2","title":{"rendered":"Serie: Ehrenamtliche im BTHV &#8211; Nr. 2"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-51742\" src=\"https:\/\/www.bthv.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/index.jpg\" alt=\"\" width=\"102\" height=\"127\"><\/p>\n<p>Die Bonner Chaoten haben sich \u00fcber Jahrzehnte einen Ruf auf dem Platz und an der Theke erarbeitet. Es gab immer wieder wechselnde Trainer, aber seit 30 Jahren h\u00e4lt den Laden ein Mann zusammen: Wolfgang Zornbach. Und seit 30 Jahren ehrenamtlich!!!! Daher muss er einfach endlich mal n\u00e4her vorgestellt werden..<\/p>\n<p><strong>F: Du kamst ja damals aus meiner Heimatstadt Hamburg nach Bonn. Ungew\u00f6hnlich \u2013 wir Hamburger bleiben eigentlich immer in der sch\u00f6nsten Stadt dieser Republik unser Leben lang. Wie konnte das passieren??<\/strong><\/p>\n<p>Ich bin 1958 in Hamburg geboren, dort aufgewachsen, zur Schule gegangen und habe auch in Hamburg Biologie studiert. Ich bin aber nicht unmittelbar aus Hamburg nach Bonn gekommen. F\u00fcr meine Doktorarbeit war ich noch drei Jahre in Braunschweig \u2013 dort habe ich beim MTV Braunschweig in der Oberliga gespielt. Dann hat es mich beruflich nach Bonn verschlagen. 1990 fing ich im Bundeslandwirtschaftsministerium an, damals noch unter Ignaz Kiechle. Heute leite ich das Klimareferat im Landwirtschaftsministerium und f\u00fchle mich in Bonn und Umgebung sehr wohl. Hamburg bleibt aber dennoch die einzige richtig sch\u00f6ne Gro\u00dfstadt in Deutschland, auch weil es dort viele Hockeyvereine gibt.<\/p>\n<p><strong>F: In HH warst Du ja kein Unbekannter und hast den 1. Schulhockey Verein in Deutschland aufgebaut \u2013 GW Kiebitz. Damals immerhin 200 Jugendliche. Den gibst ja nicht mehr oder?? War es eine One-Man-Show\u2026??<\/strong><\/p>\n<p>Das stimmt nicht ganz. Meine Hockeylust habe ich im Gymnasium Buckhorn bekommen. <!--more-->Dort war Hans-Joachim Zimmermann \u2013 kurz Zimpel \u2013 mein Sportlehrer. Er war &#8211; soweit ich wei\u00df &#8211; der erste Schulhockeywart beim DHB. Im Gymnasium Buckhorn hat \u00fcbrigens nach meinem Wissen auch Moritz F\u00fcrste sein Abi gemacht, aber einige Jahre sp\u00e4ter als ich. Das Gymnasium lag ca. 10 km entfernt vom Club an der Alster oder auch von Klipper, Rahlstedt oder vom UHC. Im Schulhockey war unser Team immerhin mal Hamburger Vizemeister, obwohl kein einziger Vereinsspieler dabei war. Als Meister w\u00e4re es nach Berlin gegangen, Jugend trainiert f\u00fcr Olympia. Da uns die Fahrerei nach dem Abi zu viel war, wir aber Hockey spielen wollten, schlossen wir uns dem n\u00e4chsten Sportverein an und gr\u00fcndeten eine eigene Abteilung. Das war der SV Bergstedt \u2013 ohne Hockeyplatz. Der Verein hatte uns damals zur Auflage gemacht, im ersten Halbjahr wenigstens 60 Mitglieder zu werben. Das klappte und wir fingen mit einer M\u00e4dchen A, Knaben A und einer Herrenmannschaft an. Ich bin heute noch dankbar, dass der Club an der Alster uns in den ersten Jahren &nbsp;\u201eAsyl\u201c gew\u00e4hrt hat \u2013 wir mussten also doch fahren \u2013, bis wir durch eine echte \u201eInstandbesetzung\u201c den Schulsportplatz des Gymnasiums zum Hockeyspielen hergerichtet hatten. Ich war damals mit 19 Jahren der j\u00fcngste Sportwart im Hamburger Hockeybund und schnell bekannt. Heute floriert die Abteilung , mit einigen hundert Mitgliedern. Und aus dem Schulsportplatz ist ein toller Kunstrasen mit einem kleinen Clubhaus geworden. \u00dcbrigens hatte ich damals einen Artikel von Kay Milner \u00fcber die Gr\u00fcndung einer Elternhockeymannschaft beim BTHV gelesen (HC Chaos) und fand das so gut, dass ich beim SV Bergstedt unmittelbar danach die Bergl\u00f6wen gr\u00fcndete. Dort bin ich bis heute Ehrenmitglied.<\/p>\n<p><strong>F: In Bonn bist Du dann bei den 3. Herren gelandet \u2013 als pfeilschneller Rechtsaussen, wenn ich mich richtig erinnere. Allerdings reichte es f\u00fcr Deine Mitspieler nicht, Dich passend einzusetzen \u2013 3. Herren eben..??&nbsp; Der Spa\u00df war trotzdem da oder?? Dann begann irgendwann Deine neue gro\u00dfe Karriere \u2013 Trainer der ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigten Chaoten. Wie kam es dazu??<\/strong><\/p>\n<p>Als ich nach Bonn kam, wollte ich vor allem Spa\u00df beim Hockey und nicht schon wieder Leitungssport. Leistung wurde im Beruf schon genug gefordert. Die 3. \/ 4. Herren kamen da gerade recht. Allerdings hatte mich Kay 1991, als ich beim BTHV anklopfte, zun\u00e4chst zu den Chaoten geschickt. Die sagten aber gleich, dass ich wohl viel zu schnell und \u201eprofessionell\u201c war. Allerdings wurde gerade auch der Trainerposten frei und ich wurde gleich beim ersten Training gefragt, ob ich nicht Lust h\u00e4tte, die Chaoten zu trainieren. Na ja, ein paar Trainerlizenzen hatte ich ja, zuletzt der B-Schein, den ich bei Klaus Kleiter, Bernhard Peters und Paul Lissek in K\u00f6ln gemacht hatte. So sagte ich zu, aber unter der Voraussetzung, dass ich nicht nur am Rand stehe und Anweisungen gebe, sondern dass ich am Ende auch immer mitspiele. Das wurde akzeptiert \u2013 bis heute. Und daf\u00fcr bin ich sehr dankbar.<\/p>\n<p><strong>F: Ist denn von damals jemand noch dabei??&nbsp; Immerhin hast Du es immer wieder geschafft, neue Spieler zu rekrutieren\u2026.&nbsp; <\/strong><\/p>\n<p>Aus der Anfangszeit sind leider nicht mehr viele dabei. Gerade f\u00e4llt mir nur Dorothee Busch ein. Die Mannschaft hat sich aber st\u00e4ndig weiter entwickelt, musste den Umzug einer Reihe von Spielerinnen und Spielern nach Berlin verkraften, bekam aber auch Verst\u00e4rkung durch einige Damen der Munteren M\u00fctter, die sich aufgel\u00f6st hatten. In der Spitze hatte der BTHV ja drei Eltern- \/ Freizeit-Hockeymannschaften (HC Chaos, Muntere M\u00fctter und Lila Pause). Beharrlichkeit, viele supergute Turniere und ein toller Mannschaftszusammenhalt haben am Ende daf\u00fcr gesorgt, dass die Chaoten immer noch aktiv sind und sich st\u00e4ndig weiter entwickeln. Ihre Offenheit gegen\u00fcber neuen Spielerinnen und Spielern hat sich bew\u00e4hrt, der Zulauf ist ungebremst. Ich glaube zudem auch, dass es gut ist, dass wir uns strenge Regeln im Spiel gegeben haben, um die Verletzungsgefahr so weit wie m\u00f6glich zu mindern. Das hilft besonders auch den Eltern, die als Anf\u00e4nger zu uns kommen. Und ich glaube auch, dass der gesellschaftliche Aspekt nicht zu kurz kommen darf. Unsere Weihnachtsfeiern sind legend\u00e4r.<\/p>\n<p><strong>F: Du bist ja auch der Erfinder des Fr\u00fchst\u00fcckhockeys \u2013 ein Renner oder\u2026`??<\/strong><\/p>\n<p>Ja, es hat zwar einige Anl\u00e4ufe gebraucht, bis erkannt wurde, dass auch Morgenstund Gold am Stock hat. Aber so konnten wir eine Reihe von Hockeyfans im Team halten, denen Montagabend immer zu sp\u00e4t war. Derzeit sind wir auch am Samstag um 9.00 Uhr immer \u00fcber 10 Personen und k\u00f6nnen toll spielen. Schade, dass es mit dem Fr\u00fchst\u00fcck danach im Club nicht so gut klappt, weil die Gastro erst sp\u00e4ter \u00f6ffnet.<\/p>\n<p><strong>F: Dein Highlight in all den Jahren\u2026??<\/strong><\/p>\n<p>Ein einziges Highlight gibt es nicht. Bei uns ist jedes Training ein Highlight. Aber wenn ich besondere Ereignisse hervorheben soll, dann sich es sicher die Turniere. In den 90er Jahre haben die Chaoten eigene Turniere organisiert \u2013 auf zwei Gro\u00dffeldern \u2013 mit Party und BTHV-Band. Das muss man erlebt und \u00fcberlebt haben! Nach der Party (bis 4.00 Uhr) wurde um 9.00 Uhr das erste Spiel angepfiffen. Und dann ist es sicher auch das Elternhockeyturnier des DHB im M\u00f6nchengladbach. F\u00fcr Freizeitspieler ist es einfach erhebend, in der gro\u00dfen Arena zu spielen und sich in Zeitlupe beim Torschuss auf der Gro\u00dfbildleinwand zu sehen. Das kommt in unserem Leben nicht so oft vor.<\/p>\n<p><strong>F: Gab es auch einen Tiefpunkt \u2013 bei Dir hat man ja immer den Eindruck \u2013 alles ist gut<\/strong><\/p>\n<p>Nein! Es ist tats\u00e4chlich alles gut. Nat\u00fcrlich gibt es Tage, bei denen nicht so viele Leute zum Training kommen, wie z.B. kurz nach Weihnachten (G\u00e4nsespeckwegtraining). Aber mein Motto ist immer, dass ich mich \u00fcber alle freue, die kommen. Ich \u00e4rgere mich nicht \u00fcber diejenigen, die nicht kommen. Beim Freizeitsport gibt es keine Verpflichtung und jeder muss selbst entscheiden. Und auch in kleiner Runde kann man m\u00e4chtig ins Schwitzen (und schw\u00e4rtzen&#8230;AdR) kommen.<\/p>\n<p><strong>F: Und wie lange willst Du noch weiter machen \u2013 bis zum 4. Kunstrasen??<\/strong><\/p>\n<p>Ich mache so lange, wie die Chaoten mich akzeptieren und ich es (k\u00f6rperlich) kann. Nat\u00fcrlich sind die Sprints jetzt nicht mehr so spritzig, ich bin eher als Bewegungs\u00f6konom bekannt. Aber ich freue mich \u00fcber jede Spielerin und jeden Spieler, denen ich diese sch\u00f6ne Sportart vermitteln kann und die sich selbst freuen, zu den \u201eChaoten\u201c zu geh\u00f6ren. Ein gelungener Torschuss auf dem 4. Kunstrasen w\u00e4re nat\u00fcrlich nicht schlecht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bonner Chaoten haben sich \u00fcber Jahrzehnte einen Ruf auf dem Platz und an der Theke erarbeitet. 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