{"id":41549,"date":"2020-11-13T14:24:27","date_gmt":"2020-11-13T13:24:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bthv.de\/blog\/?p=41549"},"modified":"2020-11-13T14:47:17","modified_gmt":"2020-11-13T13:47:17","slug":"tennis-dtb-und-tennisverbaende-setzen-sich-erneut-fuer-hallentennis-in-nrw-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bthv.de\/blog\/tennis\/tennis-dtb-und-tennisverbaende-setzen-sich-erneut-fuer-hallentennis-in-nrw-ein","title":{"rendered":"Tennis: DTB und Tennisverb\u00e4nde setzen sich erneut f\u00fcr Hallentennis in NRW ein"},"content":{"rendered":"<p><strong>Anders als in zw\u00f6lf anderen Bundesl\u00e4ndern wird den Tennisspielerinnen und Tennisspielern in NRW bislang das Spiel in der Halle auch als Einzel verwehrt. Sowohl der DTB Pr\u00e4sident Klaus als auch die Pr\u00e4sidenten, Vorsitzende und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der drei NRW-Tennisverb\u00e4nde haben sich nun erneut an die Landesregierung gewandt, um eine Angleichung der Regelung an die der anderen Bundesl\u00e4nder zu fordern. <\/strong><\/p>\n<p><strong>Brief des DTB-Pr\u00e4sidenten Ulrich Klaus an die NRW-Landesregierung <\/strong><\/p>\n<p><strong>Ulrich Klaus, der Pr\u00e4sident des Deutschen Tennis Bundes, weist dabei auf die Uneinheitlichkeit der Regelungen hin, stellt sich im Namen des DTB an die Seite der drei Landesverb\u00e4nde in Nordrhein-Westfalen und wirbt unter Verweis auf die umfangreichen Hygiene- und Sicherheitskonzepte im Tennissport f\u00fcr die Erm\u00f6glichung des Einzelspiels in der Halle. W\u00f6rtlich schreibt Klaus: <\/strong><\/p>\n<p>Sehr geehrter Herr Minister Laumann,<\/p>\n<p>wir befinden uns in einer h\u00f6chst herausfordernden Zeit, in der die Bek\u00e4mpfung einer globalen Pandemie der Bewahrung unseres sozialen, wirtschaftlichen und gemeinschaftlichen Zusammenlebens gegen\u00fcbersteht. Der Deutscher Tennis Bund (DTB) unterst\u00fctzt ausdr\u00fccklich das Ziel der Eind\u00e4mmung des Corona-Virus und begr\u00fc\u00dft das daf\u00fcr beschlossene, einheitliche Vorgehen der Bundesregierung und ihrer <!--more-->Landesregierungen. Leider wurden jedoch in Bezug auf die Aus\u00fcbung des Tennissports keine einheitlichen Regelungen geschaffen. Wie bereits der Westf\u00e4lische Tennis-Verband, der Tennisverband Mittelrhein und der Tennis-Verband Niederrhein in ihrem gemeinsamen Schreiben zum Ausdruck gebracht haben, kann auch der DTB das in Nordrhein-Westfalen bestehende Verbot, in der Halle zu spielen, nicht nachvollziehen. Der DTB steht an der Seite seiner Landesverb\u00e4nde und bittet eindringlich um eine Neubewertung der M\u00f6glichkeiten zur Aus\u00fcbung der Sportart Tennis in Nordrhein-Westfalen.<\/p>\n<p>Die aktuelle Verordnung in Ihrem Bundesland basiert auf dem Beschluss der Bundesregierung vom 28. Oktober 2020, die ein Verbot des Freizeit- und Amateursportbetriebs vorsieht, allerdings mit Ausnahme des Individualsports, allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand auf und in allen \u00f6ffentlichen und privaten Sportanlagen.<\/p>\n<p>Tennis ist eine Individualsport. Der Sport zeichnet sich durch einen gro\u00dfen Abstand zwischen den Spielern und Spielerinnen aus und eignet sich in der aktuellen Situation besonders gut zum Sporttreiben \u2013 in der Halle und im Freien. Tennisvereine haben Hygiene- und Sicherheitskonzepte entwickelt und sorgf\u00e4ltig umgesetzt, die Vorkehrungen bei Turnieren wurden durchweg gelobt. Als Individualsport ist die Personen-Nachverfolgung durch Kontaktlisten l\u00fcckenlos m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Viele Ihrer Kolleginnen und Kollegen in den anderen Bundesl\u00e4ndern haben nach eingehender Pr\u00fcfung den Bundesbeschluss insofern umgesetzt, dass Tennis als Individualsportart in der Halle zu Zweit oder im Doppel mit Personen aus maximal zwei Haushalten erlaubt ist. Tennisspielen ist unter diesen Bedingungen in derzeit zw\u00f6lf Bundesl\u00e4ndern in der Halle ebenso wie im Freien m\u00f6glich. Mancherorts wurden Verordnungen \u00fcberpr\u00fcft und nachtr\u00e4glich das Tennisspielen wieder erlaubt. Es ist schwer nachvollziehbar, warum ein und dieselbe Sportart basierend auf derselben Grundlage so unterschiedlich behandelt wird.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund m\u00f6chten wir Sie bitten, die aktuelle Bestimmung in Nordrhein-Westfalen zu \u00fcberpr\u00fcfen und an die \u00fcberwiegend geltenden Regelungen in der Bundesrepublik anzupassen.<\/p>\n<p>Wir danken Ihnen f\u00fcr Ihre Unterst\u00fctzung und stehen gerne als Ansprechpartner zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen,<\/p>\n<p>Ulrich Klaus<br \/>\nPr\u00e4sident<\/p>\n<p><strong>Schreiben der NRW-Verb\u00e4nde an Minister Laumann <\/strong><\/p>\n<p><strong>Die Pr\u00e4sidenten, Vorsitzenden und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Tennisverb\u00e4nde Mittelrhein, Niederrhein und Westfalen schlie\u00dfen sich dieser Forderung erneut an und gehen zus\u00e4tzlich noch explizit auf die \u00e4u\u00dferst weitr\u00e4umigen Fl\u00e4chen in Tennishallen ein, die es jederzeit erm\u00f6glichen, alle Abstandsregeln vollumf\u00e4nglich einzuhalten. Ihr Schreiben an den zust\u00e4ndigen Minister f\u00fcr Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen lautet: <\/strong><\/p>\n<p>Sehr geehrter Herr Minister Laumann,<\/p>\n<p>wir, die Pr\u00e4sidenten, Vorsitzende und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der drei Tennisverb\u00e4nde in Nordrhein-Westfalen, wenden sich mit der Bitte an Sie als zust\u00e4ndigen Landesminister, bei weiteren Ver\u00e4nderungen der Coronaschutzverordnung beziehungsweise bei deren Fortf\u00fchrung die besonderen Merkmale der Individualsportart Tennis deutlicher zu ber\u00fccksichtigen und damit die als Ungerechtigkeit empfundenen Ungleichheiten zu beenden, die sich durch die in NRW im Vergleich zu anderen Bundesl\u00e4ndern bisher deutlich restriktiveren Regelungen ergeben. Damit m\u00f6chten wir der Forderung, die heute auch in einem Brief des Pr\u00e4sidenten des Deutschen Tennis Bundes Ulrich Klaus an Sie herangetragen wurde, noch einmal Nachdruck verleihen.<\/p>\n<p>Insbesondere die Erlaubnis f\u00fcr das Spiel zu zweit in der Halle, die es in zw\u00f6lf anderen Bundesl\u00e4ndern derzeit schon gibt, ist uns dabei im Namen der Tennisspieler, Tennistrainer, Vereine und Hallenbetreiber in Nordrhein-Westfalen ein wichtiges Anliegen. Wir unterst\u00fctzen umf\u00e4nglich die Bem\u00fchungen der Bundes- und Landesregierung, die Verbreitung des Coronavirus durch Einschr\u00e4nkungen auch im Sport einzud\u00e4mmen, sind aber fest davon \u00fcberzeugt, dass dies im Bereich unserer Sportart auch gelingen kann, ohne deren Aus\u00fcbung f\u00fcr den allergr\u00f6\u00dften Teil der Amateur- und Hobbyspieler gleich komplett zu unterbinden und damit zus\u00e4tzlich auch Tennislehrern und Hallenbetreibern jedwede Verdienstm\u00f6glichkeiten zu verwehren.<\/p>\n<p>Die Tennisverb\u00e4nde in unserem Land, die Vereine, Trainer und Spieler haben in den vergangenen Monaten eindrucksvoll bewiesen, dass sie bereit und bestens dazu in der Lage sind, durch die Umsetzung umfangreicher Hygienekonzepte zu verhindern, dass der Tennissport und sein Trainings- und Wettkampfbetrieb in negativer Art und Weise zur Corona-Situation beitr\u00e4gt. Weder in NRW noch bundesweit sind Zuwiderhandlungen gegen die Verordnungen oder gar Covid-19-Ansteckungen im Zusammenhang mit Tennis-Wettk\u00e4mpfen bekannt geworden.<\/p>\n<p>Im Moment ist der Spielbetrieb unter freiem Himmel noch sehr eingeschr\u00e4nkt m\u00f6glich, schon in wenigen Tagen wird der Tennissport in Nordrhein-Westfalen aber komplett zum Erliegen kommen, weil die aktuelle Coronaschutzverordnung den jahreszeitlich und wetterbedingt l\u00e4ngst notwendigen Umzug in die Tennishallen verbietet. Dieses Verbot ist unangemessen. Auch als Hallen-Tennis in den Wintermonaten betrieben hat Tennis gegen\u00fcber vielen anderen Sportarten unter Bewertung aller Umst\u00e4nde signifikante Alleinstellungsmerkmale, die es dazu pr\u00e4destinieren, in Corona-Zeiten mit der gebotenen Vorsicht erm\u00f6glicht zu werden. Und das mit allen Vorteilen f\u00fcr und positiven Effekten auf die Gesundheit, die die Aus\u00fcbung von Sport gerade angesichts der Pandemie-Situation bringt, ohne gleichzeitig die Gefahr einer Ansteckung in die H\u00f6he zu treiben.<\/p>\n<p>Ein Tennisplatz hat \u00fcblicherweise eine Fl\u00e4che von mehr als 600 m\u00b2, die sich beim Einzel oder beim Einzeltraining gerade einmal zwei Personen teilen. Diese kommen so auch in der Halle nie in Gefahr, Mindestabst\u00e4nde nicht einzuhalten, sondern bewegen sich im Gegenteil in den allermeisten Spiel- und Trainings-Situationen gleich eine zweistellige Anzahl von Metern voneinander entfernt. Bei den aktuellen Regelungen in zw\u00f6lf anderen Bundesl\u00e4ndern, zum Beispiel in Bayern, wurde genau dieser Umstand in die Bewertung mit einbezogen. Dementsprechend ist dort in einer rationalen Abw\u00e4gung von kaum vorhandenen Risiken und gro\u00dfem gesundheitlichem Nutzen f\u00fcr die Sportler das Tennis-Einzelspiel und das Einzeltraining in der Halle im November erm\u00f6glicht worden. Auch hier gilt wieder wie in den letzten Monaten \u00fcberhaupt in Bezug auf Tennis: Die R\u00fcckmeldungen sind positiv, Indizien, dass sich aus dieser L\u00f6sung Probleme in epidemiologischer Hinsicht ergeben haben, gibt es nicht. Wir appellieren nun an Sie, genau diese in anderen Bundesl\u00e4ndern praktizierte Abw\u00e4gung zeitnah auch f\u00fcr die mehr als 300.000 Tennisspieler in NRW zu treffen und ihnen die Aus\u00fcbung ihrer Sportart unter Beachtung aller Sicherheitsaspekte in den Wintermonaten zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Wir danken Ihnen f\u00fcr Ihre Unterst\u00fctzung und stehen f\u00fcr R\u00fcckfragen gerne zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>Utz Uecker (1. Vorsitzender Tennisverband Mittelrhein e. V.)<br \/>\nDietloff von Arnim (Pr\u00e4sident Tennis-Verband Niederrhein e. V.)<br \/>\nRobert Hampe (Pr\u00e4sident Westf\u00e4lischer Tennis-Verband e. V.)<\/p>\n<p>Sebastian M\u00fcller (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Tennisverband Mittelrhein e. V.)<br \/>\nSabine Schmitz (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Tennis-Verband Niederrhein e. V.)<br \/>\nAndreas Plath (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Westf\u00e4lischer Tennis-Verband e. V.)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anders als in zw\u00f6lf anderen Bundesl\u00e4ndern wird den Tennisspielerinnen und Tennisspielern in NRW bislang das Spiel in der Halle auch als Einzel verwehrt. 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