{"id":38190,"date":"2019-08-29T15:07:59","date_gmt":"2019-08-29T13:07:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bthv.de\/blog\/?p=38190"},"modified":"2019-08-29T15:22:02","modified_gmt":"2019-08-29T13:22:02","slug":"tennis-bthverin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bthv.de\/blog\/tennis\/tennis-bthverin","title":{"rendered":"Tennis: BTHVerin zu den US-Open??"},"content":{"rendered":"<div class=\"l-page-wrapper\">\n<div class=\"l-page-content\">\n<div id=\"attachment_38198\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-38198\" class=\"size-medium wp-image-38198\" src=\"https:\/\/www.bthv.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Finke-1-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.bthv.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Finke-1-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.bthv.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Finke-1-768x1152.jpg 768w, https:\/\/www.bthv.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Finke-1-682x1024.jpg 682w, https:\/\/www.bthv.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Finke-1.jpg 1181w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><p id=\"caption-attachment-38198\" class=\"wp-caption-text\">OLYMPUS DIGITAL CAMERA<\/p><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Thea Finke hat ein gro\u00dfes Ziel. Die 19-J\u00e4hrige m\u00f6chte Profi-Schiedsrichterin im Tennissport werden. Und die Deutsch-Taiwanesin ist auf einen guten Weg. Sie bringt fast alles mit, was man braucht, um in der Branche weit kommen zu wollen. Sie spielt selbst Tennis auf einem ordentlichen Niveau. Chinesisch ist ihre Muttersprache, aber sie spricht auch flie\u00dfend Deutsch und Englisch. Die 1,78 Meter K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe helfen sicherlich, um den Ansagen als Stuhl-Schiedsrichtern den n\u00f6tigen Nachdruck zu verleihen. Schon jetzt hat sie Eins\u00e4tze in der Herren-Bundesliga gehabt, wie beim Spiel RW K\u00f6ln gegen den TC Weinheim, wo sie vor 4000 Zuschauern souver\u00e4n das Spiel von Oscar Otte schiedste.<!--more--><\/p>\n<p>Seit 2019 wohnt Theo Finke fest in Bonn, spielt bei den Frauen des Bonner THV mit LK4 in der Regionalliga. Sie gibt Training, aber hat den Sommer auch zahlreichen Eins\u00e4tze als Schiedsrichterin gehabt. \u201eMein Vater ist Deutscher und meine Mutter Taiwanesin. Ich hab schon immer die Sommerferien bei den Gro\u00dfeltern in Bremen verbracht. Seit 2010 hat leistungsorientiert Tennis gespielt, war 2013 zehn Monate in einer Tennis-Akademie in Florida und hat seit 2014 sowie 16 und 17 Turnierrundreisen in Europa mit dem Wohnwagen und dem Wohnmobil unternommen. \u201eIch war mal bei einem J2-Turnier im Doppel im Halbfinale\u201c, erinnert sie sich. F\u00fcr den Bonner THV hat sie aktuell trotz des Abstiegs von acht Partien vier gewonnen.<\/p>\n<p>Doch schon seit dem vergangenen Jahr ist ihre gro\u00dfe Leidenschaft die Schiedsrichterei. \u201eIch habe einfach Patrick Mackenstein, der im DTB f\u00fcr Schiedsrichter zust\u00e4ndig ist, eine Mail geschrieben und gefragt, wo ich am besten als Schiedsrichterin in Deutschland anfangen soll\u201c, berichtet sie. Er habe ihr den TVM empfohlen \u201eIch bin nach Bonn gezogen, weil ein Freund von mir den Verein empfohlen hat und ich finde die Stadt sehr sch\u00f6n\u201c, begr\u00fcndet sie ihre Wahl.<\/p>\n<p>Schon 2018 hatte Thea Finke Eins\u00e4tze als Referee in der 1. und 2. Bundesliga bei den Damen und Herren, nachdem sie die C-Schiedsrichter-Lizenz im M\u00e4rz 2018 abgelegt hatte und war auch bei den TVM-Verbandsmeisterschaften schon zweimal im Einsatz.<\/p>\n<p>Dieses Jahr im M\u00e4rz hat sie erfolgreich den dreit\u00e4gigen B1-Kurs f\u00fcr Schiedsrichter abgeschlossen und im Oktober folgt die B2-Pr\u00fcfung unter DTB-Bedingungen. Derweil sammelt sie viel Praxis als Stuhl-Schiedsrichterin. Nicht nur bei zahlreichen Herren-Bundesliga-Partien. \u201eIch war als Linienrichterin beim WTA-Turnier in N\u00fcrnberg im Einsatz. Zudem habe ich in D\u00fcren und in Stockholm bei den renommierten Tennis Europe Juniors-Turnieren auf dem Stuhl gesessen\u201c, berichtet die 19-J\u00e4hrige. Sie wird vom DTB gef\u00f6rdert und erh\u00e4lt von erfahrenen Schiedsrichtern auch viele R\u00fcckmeldungen.<\/p>\n<p>Bei so vielen Eins\u00e4tzen k\u00f6nne man zumindest einigerma\u00dfen sogar davon leben, verr\u00e4t sie. F\u00fcr einen Einsatz auf einem Turnier g\u00e4be es schon mal bis zu 80 Euro Aufwandsentsch\u00e4digung am Tag. Und meist sei sie dann vier Tage vor Ort und m\u00fcsse nicht um Verpflegung und Hotel k\u00fcmmern. \u201eIn diesem Sommer habe ich sicherlich 80 Prozent meiner Zeit in Tennis investiert. Also Trainerstunden geben und als Schiedsrichterin unterwegs zu sein\u201c, f\u00fcgt sie an.<\/p>\n<p>Einen Studium in Bonn ist sie nicht abgeneigt. Sie hat zwar einen gymnasialen Abschluss in Taipei absolviert, doch das Abit\u00fcr sei nicht komplett anerkannt worden. \u201eIch m\u00fcsste dann noch mal f\u00fcr ein Jahr zur\u00fcck nach Taipei\u201c, sagt sie. Bei dem derzeit vollen Terminkalender scheint das momentan aber noch keine Diskussion zu sein.<\/p>\n<p>\u201eF\u00fcr diesen Beruf ist es nat\u00fcrlich sehr gut, dass ich selbst gespielt habe\u201c, beginnt Thea Finke mit der Erkl\u00e4rung, wie sie auf den ungew\u00f6hnlichen Berufswunsche gekommen sei. \u201eIch habe viele Turniere gespielt. Bei unfairen Konflikten habe ich immer gemerkt, wie wichtig ein guter Schiedsrichter ist. Das ist meine eigentliche Motivation.\u201c Vor dem n\u00e4chsten Ausbildungsschritt bleibt sie ganz entspannt. \u201eIch bin mir sicher, dass ich das keine Probleme haben werde.\u201c Nur wenige haben den Sprung nach ganz oben geschafft. In Deutschland ist die Anzahl von Stuhl-Schiedsrichtern, die davon leben k\u00f6nnen mit vielleicht ein Duzend \u00fcberschaubar. Vielleicht geh\u00f6rt Thea Finke demn\u00e4chst dazu. Sie bringt alles mit und bislang ging es f\u00fcr sie auf der Karriereleiter nur steil bergauf. (Quentin Br\u00f6hl)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Thea Finke hat ein gro\u00dfes Ziel. Die 19-J\u00e4hrige m\u00f6chte Profi-Schiedsrichterin im Tennissport werden. Und die Deutsch-Taiwanesin ist auf einen guten Weg. Sie bringt fast alles mit, was man braucht, um in der Branche weit kommen zu wollen. 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